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  #11 (permalink)  
Old 05-29-2007, 04:11 AM
Senior Member
 
Join Date: Mar 2004
Location: Würzburg
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Hallo,

vielen Dank für die prima Ergänzung von Josefs Bericht, ganz klasse. Noch eine Rückfrage, vielleicht auch an andere AvH-Kenner: sie schafft tatsächlich nur 13 Knoten? Phew, wenig, oder?
Christian
  #12 (permalink)  
Old 05-29-2007, 06:32 AM
sokrates's Avatar
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Join Date: Jan 2006
Posts: 49
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Offiziell wurde eine Geschwindigkeit von ca. 15,5 Knoten genannt, als die Diskussion um die Fehleinschätzungen auf ihrem Höhepunkt waren.
Wir konnten ja vom Kabinenfernseher die jeweilige Geschwindigkeit ablesen. Die Werte im Amazonas sind sicher keine Richtschnur, weil da der Lotse das Tempo vorgab. Auf dem Atlatik war aber bestes Wetter, leichter Wind von der Seite oder schräg von vorn und es wurde mit ca. 13 - 13,8 Knoten gefahren. Die Geräte auf der Brücke zeigten volle Kraft an. Dennoch mußte ein Inseltag auf den Kapverden gestrichen werden und durch einen vollen zusätzlichen Seetag ersetzt werden. Fahrzeiten orientieren sich ja wohl nach bekannten jahreszeitlichen Strömungen und Windverhältnissen, die Streichung wurde gleich zu Beginn der Atlantiküberquerung bekanntgegeben. In der Nordsee wurden später dann auch tatsächlich diese 15 Knoten zeitweise erreicht, warum und weshalb entzieht sich meiner Kenntnis. Eventuell ist das Schiff etwas anfällig, da die Schrauben auf Grund einer späteren Verlängerung nicht hinten sondern an 4/5 des Rumpfes sitzen und Strömung und Wind eventuell größeren Einfluß als sonst üblich haben.
  #13 (permalink)  
Old 05-29-2007, 08:36 AM
Junior Member
 
Join Date: Dec 2005
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Hallo Christian,
hallo Sokrates,

wir waren letztes Jahr mit der A.v.H. auf der Ostsee und in Südnorwegen unterwegs. Sie schafft(e) ohne Wind und ohne Strömung etwa 15 bis 15,5 Knoten; im 2006er-Prospekt war sie jedoch noch mit einer Cruising-Speed von 14-17 (!!!) Knoten angegeben. Auch bei uns mußte ein Ausflug im Lysefjord deswegen entfallen, da die Routenplanung in diesem Abschnitt auf Basis von knapp 17 Knoten vorgenommen worden war. Das ist zwar ärgerlich, kann man aber dem Veranstalter nicht vorwerfen, wenn er sich bei der Planung an die zugesicherten "Papierdaten" hält. Und da Phoenix bei seinen Katalogen extrem lange Vorlaufzeiten hat, kommen entsprechende Korrekturen aufgrund von Erfahrung eben erst recht spät zum Tragen.
Das ist uns dieses Jahr auch auf der Albatros passiert: Die neuen Maschinen sollten ja eine Cruising-Speed von 17-20 Knoten erlauben. 20 Knoten schafft sie aber auch nur "bergab mit Rückenwind", so z.B. im Ärmelkanal mit der Strömung. Ansonsten sind 18-18,5 Knoten bei ruhiger See und Windstille so ziemlich "Ende der Fahnenstange". Und wenn dann auch noch Gegenwind und / oder Gegenströmung dazukommen, geht es schnell runter auf 16 Knoten oder sogar noch weniger - und schon ist man statt wie ursprünglich geplant um 7:00 erst um 11:30 in Philadelphia ! Im 2008er-Katalog wird die Cruising-Speed denn auch trotz der neuen Maschinen mit realistischen 15-18 Knoten angegeben.
Was die Diskussionen an Bord betrifft, so kann man den Einfluß des Windes ja noch ganz gut erkennen; die Strömung kann man als Passagier jedoch nur in den seltensten Fällen zuverlässig einschätzen, so z.B. auf dem Delaware-River, wo die Bojen bei uns geradezu "Bugwellen" fabrizierten und man so durchaus eine Gegenströmungsgeschwindigkeit von 3 bis 4 Knoten erkennen konnte. Im Ärmelkanal dagegen sieht man die Strömung nicht, aber zwischen 15 Knoten am Eingang, gut 20 Knoten in der Mitte und nur gut 13 Knoten am Ende des Kanals waren die Windverhältnisse fast unverändert - lediglich Ebbe und Flut wechselten einander ab.
Und dazu kommt noch, was kein Veranstalter gerne zugibt: Es gibt immer eine wirtschaftliche Höchstgeschwindigkeit (Regel) und eine tatsächliche Höchstgeschwindigkeit (Notfall, z.B. Passagierwechsel mit Fluganschluß, Lebensgefahr), die sich oft "nur" um 1 bis 2 Knoten unterscheiden, aber um etliche Tonnen Treibstoff pro Tag ...
__________________
MfG Andreas

Odessa - Maxim Gorkiy - Albatros - Palmira - Gripsholm - Astor - Columbus - Delphin - Delphin Renaissance - Amadea
Alexander von Humboldt - Yangtse Paradise
  #14 (permalink)  
Old 05-29-2007, 11:56 AM
die-zwee's Avatar
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Join Date: Apr 2005
Location: Euskirchen
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Hallo Josef, hallo Norbert,

bei uns war heute ALEX-Abend. Wir haben uns endlich die Zeit genommen, eure Berichte zu lesen. Und wir dürfen sagen: Wir haben es nicht bereut.

Auch wenn wir die ALEXANDER VON HUMBOLDT aus einer ganz anderen Ecke der Welt (Norwegen und Spitzbergen – seufz . . .) kennen, haben wir uns bei euren Erzählungen gleich wieder wie an Bord gefühlt.

Mit diesem kleinen, gemütlichen Schiff auch abgelegenere Winkel der Erde zu erreichen, hat auch uns fasziniert. Die auch von euch beschriebene Freundlichkeit und teilweise sogar Herzlichkeit der Besatzung und vor allen Dingen des Phoenix-Teams (bei uns mit „Chief“ Winnie Prinz) hat auch für uns den ganz entscheidenden „Wohlfühl-Faktor“ auf der ALEX ausgemacht.

Das Essen haben wir besser, als von euch geschildert, in Erinnerung. Mit Sicherheit keine 5*-Küche, aber auch wesentlich besser, als es auf manch selbst ernanntem 4*-Schiff heute geboten wird. Bei unserer 18-tägigen Reise gab es ausreichend Abwechslung.

Und, jaaaaaaaa, Zodiac-Fahren macht süchtig. Ewig unvergessen werden uns die von einem fröhlich knatternden Außenborder begleiteten Fahrten in den von Eisschollen übersäten Fjorden Spitzbergens bleiben.

Definitiv: Auch wir würden das Schiff jederzeit wieder buchen. Nur leider sind die meisten für uns interessanten Fahrten – auch für 2008 – heute schon ausgebucht . . .


Maritime Grüße von zwei ALEX-Fans aus der Eifel

Rike & Guido
  #15 (permalink)  
Old 05-29-2007, 02:25 PM
sokrates's Avatar
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Bezüglich der Küche möchte ich kein falsches Bild aufkomen lassen!!! Sie war keinesfalls einfach, schon gar nicht schlecht. Es gibt da nur verschiedene "Weltanschauungen" für die Art der Zubereitung. Ich behaupte mal frech, daß 90% der deutschen Bürger noch nie in ihrem Leben 30 Tage im Schnitt so gut gegessen haben wie wir auf der AvH. Wir jammern hier auf hohem Niveau!!

Bezüglich der ausgebuchten Reisen würde ich mir keine großen Gedanken machen. Ich habe ein Jahr lang die Buchungssituation unserer Reise beobachtet und spaßeshalber immer wieder online Abfragen bei Phoenix gemacht. Unsere Reise für 380 Personen galt als ausgebucht oder nur vereinzelt auf Nachfrage buchbar. Es waren dann 340 zu Beginn in Manaus flußaufwärts an Board und ganz zum Schluß kamen 240 in Bremerhaven an.Es hätten locker noch 20 Paare gepasst, obwohl es ausgebucht war.

Da wir keine Kreuzfahrtprofis waren, bindet so eine große Reise natürlich an ein Schiff. Einmal AvH, immer AvH.
Norbert aus dem tristen kalten Hessen
  #16 (permalink)  
Old 05-30-2007, 01:36 AM
Raoul Fiebig's Avatar
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Hallo allerseits,

gunther hat mich gebeten, folgende Bilder einzustellen:


Brückenbesuch am 18.5.06 Santander – Guernsey, oben rechts „SOG 14,4 kn“. Raue See, Windstärke 6


Die Anordnung der Schrauben. Vielleicht etwas für Kenner und Fachleute (wie erwähnt, nicht ganz am Heck)
__________________
Best regards,

Raoul Fiebig

  #17 (permalink)  
Old 05-30-2007, 07:42 AM
Saracen's Avatar
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Hi Raoul und die Profis,

die Anordnung der Schrauben finde ich - als absoluter Laie - ungewöhnlich. Warum sind die so weit unter dem Schiffsabauch? Hat es was zu tun, wenn das Schiff im Eis mal drehen bzw. rückwärts fahren muss, dass es sich dabei die Schrauben nicht beschädigt?

Danke für Eure "Aufklärung".

LG-Tina
  #18 (permalink)  
Old 05-30-2007, 08:44 AM
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Join Date: May 2005
Location: Paftown,Germany
Posts: 197
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Quote:
Originally posted by Saracen:
die Anordnung der Schrauben finde ich - als absoluter Laie - ungewöhnlich. Warum sind die so weit unter dem Schiffsabauch? Hat es was zu tun, wenn das Schiff im Eis mal drehen bzw. rückwärts fahren muss, dass es sich dabei die Schrauben nicht beschädigt?
LG-Tina
Hallo Tina,
"Sokrates" schreibt weiter oben etwas von einer Schiffsverlängerung, von der ich allerdings nichts weiß, und daher wohl die Position der Schrauben.
Oben in der Mitte befindet sich ein "icesporn", (Text unter dem Foto, ausgestellt für Besucher auf der Brücke)
__________________
Gruss
Günther

  #19 (permalink)  
Old 05-30-2007, 11:18 AM
sokrates's Avatar
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Join Date: Jan 2006
Posts: 49
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Die Alexander von Humboldt wurde ursprünglich von den Sowjets als Spionageschiff gegen westliche U-Boote in Auftrag gegeben. Noch heute sollen im Schiffsinneren die nach unten gerichteten Stahlkonstruktionen zur Aufnahme der Sonare sichtbar sein. Als das Sowjetreich zerbrach, war für das Schiff keine Verwendung mehr vorhanden und es wurde vor seiner Vollendung umkonstruiert. Die zeitliche Abfolge hab ich nicht mehr im Kopf, jedenfalls wurde es, bevor oder nachdem es zur "Minerva" und zur "Explorer II" wurde, das Pooldeck zusätzlich hinten dran gebastelt. Ruder und Schrauben blieben dabei unverändert an ihrem ursprünglichen Platz und liegen daher, wie auf den Photos gut sichtbar, unter dem Schiff. Die hohe Eisklasse scheint sich einzig aus der Schraubenkonstruktion und der besonderen Materialbeschaffenheit (Messinglegierung?) der Schrauben zu ergeben, nicht aus dem Schiffsaufbau. Auf Grund der versetzten Ruder- und Schraubenlage ergibt sich eine gewisse Schwierigkeit, das Schiff elegant zu manövrieren.

Das ist alles nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wurde uns in kleinem Kreis während der Reise als Diavortrag erzählt.
  #20 (permalink)  
Old 05-30-2007, 02:53 PM
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Location: München
Posts: 103
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Es freut mich doch sehr das Euch mein Bericht und die Ergänzung von Norbert so gut gefallen haben. Norbert hat ja noch einiges berichtet was bei mir etwas zu kurz gekommen ist wie z.B. die Routenplanung und die Geschwindigkeit des Schiffes. Ärgerlich ist es allemal wenn Häfen ausfallen oder Liegezeiten drastisch verkürzt werden. Ich habe nun meine Unterlagen nochmal gesichtet. In der Zeitschrift "An Bord" (Ausgabe 4/2005) wird für die AvH eine Geschwindigkeit von 17,5 Knoten angegeben. Im Phönixkatalog 2006 14-17 Knoten wie von "akPhoenix" bereits erwähnt und im Prospekt 2008 ist die Geschwindigkeit mit nur noch 13-14 Knoten angegeben. Für die Strecke von Belem nach Porto Novo/Santo Antao wurden im Bordprogramm 1.770 Seemeilen angegeben für die wir 133,5 Stunden unterwegs waren (ich hoffe ich habe mich da nicht verzählt) und das ergibt eine Geschwindigkeit von 13,25 Knoten.
An Bord wurde ja auch von anderen Reisen berichtet die weitaus schlimmer von Ausfällen betroffen waren - da hatten wir ja noch richtig Glück.
Was die Reisen für 2008 betrifft - ich habe heute mal im Internet geschaut und alle Reisen stehen grundsätzlich auf grün. Bei einigen Touren sieht es allerdings schon etwas eng aus.
Viele Grüße aus dem kalten Bayern.
Josef

P.S.: Zum Abschiedsfrühschoppen am 21.04., also kurz vor Manaus gab es auch Weißwürste und Brezn die wirklich lecker waren.
__________________
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