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  #1 (permalink)  
Old 07-08-2007, 01:00 PM
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Join Date: Dec 2004
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Hallo,

heute hatte ich die Gelegenheit, die Costa Atlantica in Amsterdam zu besichtigen.

Von den Costa-Schiffen kannte ich bislang die Marina von einer Besichtigung in 2004 und einer Kreuzfahrt in 2005. Somit war mir das Costa-Produkt vertraut und ich wußte in etwa, was mich erwartet. Der Costa Atlantica bin ich bisher zweimal begegnet, und von außen machte sie jedes Mal - wie auch heute - einen herorragenden Eindruck auf mich.

In Amsterdam angekommen, stutzte ich zunächst. Nach Voyager of the Seas, Carnival Freedom und Emerald Princess (alle in den letzten acht Wochen) wirkte sie fast zierlich auf mich. Dieses Empfinden verging schnell; es ist ein ausgewachsenes Schiff mit einer Kapazität von rund 2100 Passagieren bei 999 Kabinen, davon die meisten mit Balkon.

Größtenteils geführt, später auch auf eigene Faust konnte die Gruppe, mit der ich dort war, das Schiff 'auf Herz und Nieren' ansehen. Den hier schon gelesenen Eindruck, ein buntes Schiff betreten zu haben, kann ich so nicht teilen. Ich empfand sie farbenmäßig als begrenzt lebhaft; schreiende Kombinationen sind mir nicht aufgefallen. Unser Rundgang begann auf Deck 10 im Club Atlantica, welcher sich abends zum Zuzahl-Restaurant wandelt. Ein Flügel und eine Tanzfläche lässt jedoch der Phantasie freien Lauf, was man mit diesem Raum, halb unter einer Glaskuppel gelegen, noch alles anfangen könnte.

Die Lounges und Bars wurden danach abgegangen. Vereinzelte Sitzproben (Was nützt des beste Design, wenn sich mein A...llerwertester darin nicht wohl fühlt?!) in den unterschiedlichen Möbeln waren allesamt absolut zufrieden stellend.

Sehr gut emfand ich die Bestuhlung des großen Theaters. In den vorderen Reihen sind kleine Cocktailtische montiert, in den höheren Reihen lässt sich das Ende der Armlehnen aufklappen, so daß man eine Abstellfläche für zwei Gläser o. ä. je Sitz hat. Auch das kleinere Theater darunter, auf Deck 1, bietet Cocktailtische und bequeme Sitzmöbel. Bei beiden Theatern ist die Sicht zur Bühne frei, so daß es nirgendwo Kämpfe um bessere oder schlechtere Plätze geben dürfte.

Die öffentlichen Räume befinden sich ganz unten und ganz oben auf dem Schiff; Decks 4 - 8 sind den Kabinen vorbehalten. Achtung: Hier gibt es (auf Decks 4 und 5) auch eine Reihe von Balkonkabinen mit eingeschränkter Sicht - die Rettungsboote hängen davor. da die oberen Decks etwas zurück springen, würde ich ab Deck 6 aufwärts buchen - dann kann mir niemand von oben auf den Balkon spucken.

Alle Kabinenkategorien konnten besichtigt werden: einige Kabinen waren als Musterkabinen hergerichtet, aber auch andere Kabinen konnte man kurz in Augenschein nehmen. Überall war die Einrichtung neuwertig, wie das ganze Schiff kaum irgendwelche Gebrauchsspuren aufwies. Die Kabinen waren insgesamt großzügig, auch die Bäder waren größer als erwartet. Lediglich die Veranda-Suiten erschienen mir dem Begriff "Suite" nicht ganz zu entsprechen. "Junior Suite" würde hier sicherlich besser passen. Die Balkone sind jedoch tatsächlich groß. Bei den Suiten sind die Metallmöbel mit Netzbespannung der normalen Balkonkabinen gegen Holzmöbel getauscht, was sehr gut wirkte. Die größten Balkone findet man bei den Suiten am Heck, da diese tiefer sind und um die Ecken herum reichen.

Herrlich waren die Sonnendecks, oft mit Teakbelag. Warum ausgerechnet das Deck, auf dem sich die Shuffleboard-Felder befinden, nicht damit ausgerüstet ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die großen Pools und (relativ kleinen) Whirlpools waren jeweils für sich abgegrenzt, so daß auch hier kein Gefühl der Massenabfertigung auf kam. Im Gegenteil: überall auf dem Schiff hatte man den Eindruck, kleine persönlich gehaltene Bereiche zu betreten. Jeder Poolbereich verfügt über eine eigene Bar; eine weitere Bar ist ein Deck höher. Kurze Wege also am Seetag zur nächsten Erfrischung. Die Wasserrutsche auf dem Oberdeck tut ein Übriges dazu. Springbrunnen und Wasserspiele stellen überall einen gelungenen Bezug zum das Schiff umgebenden Element her. Besonders hübsch und gelungen fand ich den Springbrunnen im Inneren, der von einer hölzernen Doppeltreppe umwunden ist. Allein hier vor könnte ich stundenlang stehen, staunen und genießen.

Überhaupt besticht das Schiff dank drei großzügig bemessener Treppenhäuser und Aufzug-Gruppen durch (relativ) kurze Wege.

Auch der Fitnessraum und das Spa machen einen absolut neuwertigen Eindruck. Warum die außen liegende Sauna (nach Geschlechtern getrennt und mit Textilzwang) jedoch eine zusätzliche Milchverglasung besitzt, die den Blick nach draußen verwehrt, ist mir schleierhaft. Der Ruhebereich dagegen (ganze sechs Liegen!) ist dagegen innen untergebracht, mit Aussicht auf (zugegebenermaßen adrett geschichtete) Handtuchstapel. Hier drängt sich ein 'Warum?' geradezu auf.

Zwischenzeitlich ging es zum Mittagessen. Die Auswahl war nicht so üppig als bei der Besichtigung der Costa Marina vor drei Jahren. Es gab für unsere Gruppe zwei Vorspeisen (Fleisch und Fisch) zur Wahl, ein Pastagericht, zwei Hauptspeisen zur Wahl (Fleisch und Fisch) und ein Dessert. Die Qualität des Essens würde ich als gut bis sehr gut bezeichnen. Niemand moserte, es schmeckte einfach gut. Zum 'hervorragend' fehlte aber noch irgend etwas. Zumindest Gewürze, denn diese waren zunächst offenbar nicht vorhanden. Salz und Pfeffer halfen darüber hinweg. Insgesamt konnte die Küche jedoch die 2004 auf der Marina recht hoch gelegte Latte nicht überspringen.

Der Service zum Essen lag unter dem Küchenniveau. Lediglich der Wein wurde einmal eingeschenkt; für das Wasser, wie für einen zusätzlichen Tropfen Wein galt: Selbstbedienung. Man bemerkte nicht, daß die Butter ausgegangen war, und bedient wurde (am runden Achtertisch, an dem jeder Platz gut erreichbar war) mal von links, mal von rechts, mal beidseitig (erst wurde beim Abräumen mit links, dann mit rechts um den Gast herumgegriffen, während der Kellner hinter dem Gast stand). Da ein Gast am Tisch die Pasta aus ließ (dies war ein Fehler des Gastes; die Bandnudeln waren klasse!) erhielt er sein Fleischgericht bereits, als alle anderen gerade mit der Pasta begonnen hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Messer jedoch noch nicht gegen Steakmesser getauscht. Dies fand einige Minuten später statt, während des Pasta-Ganges und unter Ignorierung des bereits an seinem Fleisch säbelnden Gastes.

Sehr gut übrigens die Standorte der Kellnerstationen, etwas abseits der Tische.

Nach dem Mittagessen durchquerten wir das Buffetrestaurant, in dem sich die ersten an Bord gekommenen Gäste verpflegten. Auch hier sah alles appetitlich aus, und die, die bereits mit dem Essen fertig waren, hinterließen leere Teller - ein gutes Zeichen, wie ich finde.

Zum Abschluß gab es einen Kaffee in einer Bar. Zufällig war hier zeitgleich mit unserer etwa 80-köpfigen Gruppe noch eine kleinere Gruppe anwesend, was den Service sichtlich überforderte. Ein einziger Kellner gab sein Bestes, was aber nicht reichte. Die Enttäuschung war groß, daß ausgerechnet auf einem italienischen Schiff der Cappuccino lauwarm serviert wurde. Schlimmer waren die Teetrinker dran: Nach langer Wartezeit erhielten sie heißes Wasser und einen Beutel "Winter Tea" - mit Zimtaroma. Sicherlich gut zur Vorweihnachtszeit passend, wirkte dies Anfang Juli nur deplatziert. Ein sehr krasser Gegensatz zur Tea Time auf der Emerald Princess vor wenigen Wochen, zu der mehrere (circa 20) Sorten Tee (passend zur Jahreszeit) zur Wahl standen.

Erwähnenswert ist die Freundlichkeit des Personals. Besuchergruppen sind, besonders am Tag des Gästewechsels, immer eine zusätzliche Belastung für alle Angestellten. Stets begegnete man uns, allein oder in der Gruppe, freundlich und aufgeschlossen - herzlichen Dank!

Nun die berühmte Frage, ob ich mir eine Reise an Bord der Costa Atlantica vorstellen könne: Ja. Ja. und nochmals: ja! Kein Kirmesdampfer, bietet sie ruhige Gediegenheit in einem für mein Empfinden gar nicht (zu) bunten Design, mit vielen ruhigen Ecken, weitläufigen Decksflächen, gut geschnittenen Kabinen und einer guten bis sehr guten Küche. Reizen würde mich spontan die Transatlantik-Reise im Herbst, denn Langeweile kommt hier sicherlich nicht auf, und die Route (mit angehängter Turnusfahrt) ist wunderschön. Schade, daß Costa das eigentlich sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis mit einem 80 %-igen Einzelkabinenaufschlag zumindest für Einzelreisende wieder kippt. Also muß dieser Traum warten - aber ein Traum, der nach Erfüllung verlangt, ist es zweifellos.

Gruß

Diddn
  #2 (permalink)  
Old 07-08-2007, 01:00 PM
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Hallo,

heute hatte ich die Gelegenheit, die Costa Atlantica in Amsterdam zu besichtigen.

Von den Costa-Schiffen kannte ich bislang die Marina von einer Besichtigung in 2004 und einer Kreuzfahrt in 2005. Somit war mir das Costa-Produkt vertraut und ich wußte in etwa, was mich erwartet. Der Costa Atlantica bin ich bisher zweimal begegnet, und von außen machte sie jedes Mal - wie auch heute - einen herorragenden Eindruck auf mich.

In Amsterdam angekommen, stutzte ich zunächst. Nach Voyager of the Seas, Carnival Freedom und Emerald Princess (alle in den letzten acht Wochen) wirkte sie fast zierlich auf mich. Dieses Empfinden verging schnell; es ist ein ausgewachsenes Schiff mit einer Kapazität von rund 2100 Passagieren bei 999 Kabinen, davon die meisten mit Balkon.

Größtenteils geführt, später auch auf eigene Faust konnte die Gruppe, mit der ich dort war, das Schiff 'auf Herz und Nieren' ansehen. Den hier schon gelesenen Eindruck, ein buntes Schiff betreten zu haben, kann ich so nicht teilen. Ich empfand sie farbenmäßig als begrenzt lebhaft; schreiende Kombinationen sind mir nicht aufgefallen. Unser Rundgang begann auf Deck 10 im Club Atlantica, welcher sich abends zum Zuzahl-Restaurant wandelt. Ein Flügel und eine Tanzfläche lässt jedoch der Phantasie freien Lauf, was man mit diesem Raum, halb unter einer Glaskuppel gelegen, noch alles anfangen könnte.

Die Lounges und Bars wurden danach abgegangen. Vereinzelte Sitzproben (Was nützt des beste Design, wenn sich mein A...llerwertester darin nicht wohl fühlt?!) in den unterschiedlichen Möbeln waren allesamt absolut zufrieden stellend.

Sehr gut emfand ich die Bestuhlung des großen Theaters. In den vorderen Reihen sind kleine Cocktailtische montiert, in den höheren Reihen lässt sich das Ende der Armlehnen aufklappen, so daß man eine Abstellfläche für zwei Gläser o. ä. je Sitz hat. Auch das kleinere Theater darunter, auf Deck 1, bietet Cocktailtische und bequeme Sitzmöbel. Bei beiden Theatern ist die Sicht zur Bühne frei, so daß es nirgendwo Kämpfe um bessere oder schlechtere Plätze geben dürfte.

Die öffentlichen Räume befinden sich ganz unten und ganz oben auf dem Schiff; Decks 4 - 8 sind den Kabinen vorbehalten. Achtung: Hier gibt es (auf Decks 4 und 5) auch eine Reihe von Balkonkabinen mit eingeschränkter Sicht - die Rettungsboote hängen davor. da die oberen Decks etwas zurück springen, würde ich ab Deck 6 aufwärts buchen - dann kann mir niemand von oben auf den Balkon spucken.

Alle Kabinenkategorien konnten besichtigt werden: einige Kabinen waren als Musterkabinen hergerichtet, aber auch andere Kabinen konnte man kurz in Augenschein nehmen. Überall war die Einrichtung neuwertig, wie das ganze Schiff kaum irgendwelche Gebrauchsspuren aufwies. Die Kabinen waren insgesamt großzügig, auch die Bäder waren größer als erwartet. Lediglich die Veranda-Suiten erschienen mir dem Begriff "Suite" nicht ganz zu entsprechen. "Junior Suite" würde hier sicherlich besser passen. Die Balkone sind jedoch tatsächlich groß. Bei den Suiten sind die Metallmöbel mit Netzbespannung der normalen Balkonkabinen gegen Holzmöbel getauscht, was sehr gut wirkte. Die größten Balkone findet man bei den Suiten am Heck, da diese tiefer sind und um die Ecken herum reichen.

Herrlich waren die Sonnendecks, oft mit Teakbelag. Warum ausgerechnet das Deck, auf dem sich die Shuffleboard-Felder befinden, nicht damit ausgerüstet ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die großen Pools und (relativ kleinen) Whirlpools waren jeweils für sich abgegrenzt, so daß auch hier kein Gefühl der Massenabfertigung auf kam. Im Gegenteil: überall auf dem Schiff hatte man den Eindruck, kleine persönlich gehaltene Bereiche zu betreten. Jeder Poolbereich verfügt über eine eigene Bar; eine weitere Bar ist ein Deck höher. Kurze Wege also am Seetag zur nächsten Erfrischung. Die Wasserrutsche auf dem Oberdeck tut ein Übriges dazu. Springbrunnen und Wasserspiele stellen überall einen gelungenen Bezug zum das Schiff umgebenden Element her. Besonders hübsch und gelungen fand ich den Springbrunnen im Inneren, der von einer hölzernen Doppeltreppe umwunden ist. Allein hier vor könnte ich stundenlang stehen, staunen und genießen.

Überhaupt besticht das Schiff dank drei großzügig bemessener Treppenhäuser und Aufzug-Gruppen durch (relativ) kurze Wege.

Auch der Fitnessraum und das Spa machen einen absolut neuwertigen Eindruck. Warum die außen liegende Sauna (nach Geschlechtern getrennt und mit Textilzwang) jedoch eine zusätzliche Milchverglasung besitzt, die den Blick nach draußen verwehrt, ist mir schleierhaft. Der Ruhebereich dagegen (ganze sechs Liegen!) ist dagegen innen untergebracht, mit Aussicht auf (zugegebenermaßen adrett geschichtete) Handtuchstapel. Hier drängt sich ein 'Warum?' geradezu auf.

Zwischenzeitlich ging es zum Mittagessen. Die Auswahl war nicht so üppig als bei der Besichtigung der Costa Marina vor drei Jahren. Es gab für unsere Gruppe zwei Vorspeisen (Fleisch und Fisch) zur Wahl, ein Pastagericht, zwei Hauptspeisen zur Wahl (Fleisch und Fisch) und ein Dessert. Die Qualität des Essens würde ich als gut bis sehr gut bezeichnen. Niemand moserte, es schmeckte einfach gut. Zum 'hervorragend' fehlte aber noch irgend etwas. Zumindest Gewürze, denn diese waren zunächst offenbar nicht vorhanden. Salz und Pfeffer halfen darüber hinweg. Insgesamt konnte die Küche jedoch die 2004 auf der Marina recht hoch gelegte Latte nicht überspringen.

Der Service zum Essen lag unter dem Küchenniveau. Lediglich der Wein wurde einmal eingeschenkt; für das Wasser, wie für einen zusätzlichen Tropfen Wein galt: Selbstbedienung. Man bemerkte nicht, daß die Butter ausgegangen war, und bedient wurde (am runden Achtertisch, an dem jeder Platz gut erreichbar war) mal von links, mal von rechts, mal beidseitig (erst wurde beim Abräumen mit links, dann mit rechts um den Gast herumgegriffen, während der Kellner hinter dem Gast stand). Da ein Gast am Tisch die Pasta aus ließ (dies war ein Fehler des Gastes; die Bandnudeln waren klasse!) erhielt er sein Fleischgericht bereits, als alle anderen gerade mit der Pasta begonnen hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Messer jedoch noch nicht gegen Steakmesser getauscht. Dies fand einige Minuten später statt, während des Pasta-Ganges und unter Ignorierung des bereits an seinem Fleisch säbelnden Gastes.

Sehr gut übrigens die Standorte der Kellnerstationen, etwas abseits der Tische.

Nach dem Mittagessen durchquerten wir das Buffetrestaurant, in dem sich die ersten an Bord gekommenen Gäste verpflegten. Auch hier sah alles appetitlich aus, und die, die bereits mit dem Essen fertig waren, hinterließen leere Teller - ein gutes Zeichen, wie ich finde.

Zum Abschluß gab es einen Kaffee in einer Bar. Zufällig war hier zeitgleich mit unserer etwa 80-köpfigen Gruppe noch eine kleinere Gruppe anwesend, was den Service sichtlich überforderte. Ein einziger Kellner gab sein Bestes, was aber nicht reichte. Die Enttäuschung war groß, daß ausgerechnet auf einem italienischen Schiff der Cappuccino lauwarm serviert wurde. Schlimmer waren die Teetrinker dran: Nach langer Wartezeit erhielten sie heißes Wasser und einen Beutel "Winter Tea" - mit Zimtaroma. Sicherlich gut zur Vorweihnachtszeit passend, wirkte dies Anfang Juli nur deplatziert. Ein sehr krasser Gegensatz zur Tea Time auf der Emerald Princess vor wenigen Wochen, zu der mehrere (circa 20) Sorten Tee (passend zur Jahreszeit) zur Wahl standen.

Erwähnenswert ist die Freundlichkeit des Personals. Besuchergruppen sind, besonders am Tag des Gästewechsels, immer eine zusätzliche Belastung für alle Angestellten. Stets begegnete man uns, allein oder in der Gruppe, freundlich und aufgeschlossen - herzlichen Dank!

Nun die berühmte Frage, ob ich mir eine Reise an Bord der Costa Atlantica vorstellen könne: Ja. Ja. und nochmals: ja! Kein Kirmesdampfer, bietet sie ruhige Gediegenheit in einem für mein Empfinden gar nicht (zu) bunten Design, mit vielen ruhigen Ecken, weitläufigen Decksflächen, gut geschnittenen Kabinen und einer guten bis sehr guten Küche. Reizen würde mich spontan die Transatlantik-Reise im Herbst, denn Langeweile kommt hier sicherlich nicht auf, und die Route (mit angehängter Turnusfahrt) ist wunderschön. Schade, daß Costa das eigentlich sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis mit einem 80 %-igen Einzelkabinenaufschlag zumindest für Einzelreisende wieder kippt. Also muß dieser Traum warten - aber ein Traum, der nach Erfüllung verlangt, ist es zweifellos.

Gruß

Diddn
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  #3 (permalink)  
Old 07-08-2007, 01:38 PM
Member
 
Join Date: Sep 2005
Location: Darmstadt
Posts: 45
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Mal eine grundsätzliche Frage: Wie kommt man an solche Besichtigungen heran?
Vielen Dank

Kerstin, Andreas und Klara
  #4 (permalink)  
Old 07-08-2007, 02:00 PM
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Join Date: Aug 2005
Posts: 271
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Hallo Diddn,
gute Einschätzung und Beobachtungsgabe. Wir sind schon 2 x mit der A. gefahren, zuletzt in 12/06 über den großen Teich.
Wir können die A. nur wärmstens empfehlen!
Gruss!
__________________
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69-Wolga/Don, o4/Arosa-Blu, 04/ Albatros, 05/ Aida - Blu 05/ Marco Polo, 05/ Aida - Blu,06/ - Rhapsody, 06/ MSC Lirica, 06/ Costa Atlantica, 06/ Costa Atlantica/ 07/ Norw. Gem / 07/ Jewel of the Seas 08/ MSC Sinfonia - Buenos Aires-Rio - Venedig/ 08 - Aida Bella
  #5 (permalink)  
Old 07-08-2007, 02:04 PM
Senior Member
 
Join Date: Mar 2006
Posts: 254
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Diddn muß wohl im Reisebüro arbeiten... weiß von meinem Bekannten, daß es gerade Touren NUR für Reisebüroangestellte gab...
  #6 (permalink)  
Old 07-08-2007, 02:44 PM
Crown Prince's Avatar
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Posts: 1,398
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Hallo Diddn,

Vielen Dank, dass du dir bei deinem derzeitigen Stress die Mühe gemacht hast, deine Eindrücke für uns festzuhalten. Im Jahr 2000 machte ich ja eine Kreuzfahrt auf ihr und sie ist eine "meiner" 3 persönlich erlebten Farcusschiffe. In dieser Liste besetzt sie in Punkto Design Platz 1 (denn sie ist "ausgewogen") vor der "Carnival Freedom" auf Platz 2 (zu "dunkel") und der Costa Mediterranea (tolles Atrium aber ansonsten zu "bunt"). Schön, dass das Personal dieses Mal freundlich war, damals war es leider anders, und offenbar ist es im Restaurant immer noch genauso wenig geschult. Das Essen war damals auch schon dem Preis entsprechend gut.

Auf meiner persönlichen Liste nimmt sie dennoch nur einen Mittelfeldplatz ein, da es doch einige Räume gab, in denen ich mich nicht wohlfühlte. Aber eine Wiederholung ist bei einem günstigen Reisepreis nicht ausgeschlossen.

Was die Besichtigungen betrifft: Es gibt einige Termine, die Fachleuten aus der Tourismusindustrie vorbehalten bleiben. Diese Veranstaltungen sind aber entgegen anderslautender Gerüchte keinesfalls kostenlos. Wer als normaler Kunde Interesse an der Besichtigung eines Schiffs hat, wendet sich am besten an die betreffende Reederei oder an ein Kreuzfahrten-Spezialreisebüro, da finden sich auch immer wieder Termine.

Viele Grüsse, Andreas
  #7 (permalink)  
Old 07-08-2007, 11:44 PM
Verena's Avatar
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Join Date: Jan 2007
Location: Essen
Posts: 113
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Hallo Diddn,

schöner Bericht. Hast du eigentlich auch Fotos gemacht?

Viele Grüße
Verena
  #8 (permalink)  
Old 07-09-2007, 07:19 AM
Diddn's Avatar
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Join Date: Dec 2004
Location: Cologne, Germany
Posts: 281
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Weil hier die Frage aufkam:

Ich arbeite derzeit nicht direkt in einem Reisebüro (was nicht ist, kann ja mal werden), sondern für ein Unternehmen in der Luftfahrtbranche. Hier zählt u. a. die Buchung von Dienstreisen zu meinen Aufgaben. Da die Grenzen zwischen Dienst- und Privatreise stets fließend sind, habe ich tatsächlich die eine oder andere touristische Agentur.

Als dem noch nicht so war (oder noch so ist), konnte ich dennoch hier und da an einer Besichtigung teilnehmen. Ein Anruf oder ein Schreiben an die Reederei mit der Begründung, warum ich gerne auf's Schiff will, hatte oft Erfolg - nämlich dann, wenn die eigentlich den Reisebüros zugedachten Plätze zum Teil frei bleiben. Stets war es zum beiderseitigen Vorteil, da ich anschließend zumindest selbst mit einem Schiff der betreffenden Reederei gefahren bin - bis auf ein einziges Mal: das (einzige) Schiff wurde schneller abgegeben, als ich überhaupt buchen konnte.

Somit lohnt eine Anfrage an die Reederei immer mal. Ansonsten gibt es Gruppen, von Reisebüros ausgeschrieben und organisiert. Hier habe ich noch keine Erfahrungen, da ich stets selbst die Initiative ergriffen habe. Und wenn's keine Möglichkeit der Besichtigung gibt, gibt es meistens früher oder später eine Kurzreise - obwohl mir die längeren Reisen besser gefallen (je länger, je lieber!).

Fotos habe ich auch gemacht - aber noch nicht mal Zeit zum Anschauen gehabt, geschweige denn das Wissen, wie ich diese öffentlich machen könnte. Zudem bin ich ein erbärmlicher Fotograf. Daher bitte erst googeln, bevor ich Euch mit meinen verwackelten Bildern langweile.

Gruß

Diddn
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  #9 (permalink)  
Old 07-09-2007, 12:07 PM
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Join Date: Aug 2005
Posts: 271
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Hallo,
vielleicht noch eine Ergänzung zu Schiffsbesichtigungen: Amsterdam scheint ein "gutes Pflaster" für Besichtigungen zu sein.
Ich war bisher 3 x mit Schiffen in A., jedes Mal kamen Besucher an Bord. Zufall?
Gruss!
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  #10 (permalink)  
Old 07-10-2007, 12:45 AM
Senior Member
 
Join Date: Nov 2005
Location: Niederkassel
Posts: 296
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Hallo Diddn,

Deine Zeilen entsprechen in weiten Teilen unserer Einschätzung, die wir bei unserer TA-Cruise mit der Costa Atlantica gewonnen haben.

Herzlichen Gruß und vielleicht sieht man sich im nächsten Jahr wieder. Würde mich freuen!

Kajo
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Gruß aus dem Rheinland

Kajo
 
 

Tags
atlantica, costa, eingeschrnkter, fortuna, kabine, kabinen, mit, sichtcosta


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