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  #1 (permalink)  
Old 12-08-2006, 07:53 AM
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Hallo!

Nachdem ich hier im Vorfeld unserer "Jungfernfahrt" so viele Informationen gefunden habe, möchte ich mich an dieser Stelle mit einem kleinen Reisebericht revanchieren.
Wir waren vom 20.11.06 bis zum 27.11.06 mit der Costa Victoria im östlichen Mittelmeer unterwegs. Stationen waren Venedig, Bari, Katakolon, Santorin, Mykonos, Rhodos, Dubrovnik und wieder Venedig. Es war die Abschiedstour der Victoria auf dieser Route, ab nächstes Jahr wird diese (beliebte) Route von der Mediteranea bedient.
Zum Schiff: Die Victoria ist ja inzwischen schon 10 Jahre alt - nachdem was ich mal auf der Meyer-Werft gehört habe, ist sie damit in dem Alter, in dem sie sich so langsam amortisiert hat. Na ja, für uns war es die erste Kreuzfahrt, ich habe daher wenig Vergleichsmöglichkeiten, aber ich fand den Zustand noch ziemlich gut. Liegt eventuell auch an der Renovierung 2004, wobei (mir) nicht ganz klar ist, was dabei eigentlich alles getauscht wurde. Ich schätze mal, daß die Kabineneinrichtungen noch die alten sind und nicht komplett ersetzt wurden und daß man sich auf die neuen Balkonkabinen konzentriert hat. Uns sind ein paar Abnutzungserscheinungen an Sesseln in Bars und Lounges aufgefallen, der Teppich war hier und da erneuert, das wars aber im Wesentlichen auch schon. Wir waren mit der Victoria sehr zufrieden. Besonders gefallen hat uns im Innenbereich der Concorde-Plaza - hier ganz besonders die Sessel mit Blick nach vorne heraus. Schade, daß die vorderen Fenster nachts verdunkelt werden müssen. Aber wie man uns sagte, blendet das Licht aus dem Concorde Plaza ansonsten Kapitän und Crew auf der Kommandobrücke. Im Außenbereich fanden wir das Solariumdeck ganz vorne sowie die Bugspitze klasse. In der Bugspitze war meistens sehr wenig los. Beispielsweise bei der Passage des Ithaka-Kanals herrschte auf dem Solarium-Deck dichtes Gedränge an den Scheiben, In der Bugspitze waren vielleicht 10 Personen. Ich vermute mal, das liegt zum einen am recht versteckten Zugang zum Bug, so daß viele gar nicht hier hin finden, aber auch daran, daß es hier naturgemäß immer etwas windiger ist, da keine Plexiglasscheiben vorhanden sind. Dafür hat man dort vorne schon echtes Titanic-Feeling.
Im Vorfeld der Reise hatte ich mir etwas Sorgen ums leibliche Wohl gemacht, da man - insbesondere in englischsprachigen Reiseberichten - zum Teil recht heftige Kritik am Essen der Victoria liest. Ich kann nur sagen: Wir waren immer mehr als zufrieden. Es ist zwar schon einmal vorgekommen, daß etwas nicht 100%ig unserem Geschmack entsprach, aber das hatten wir zum Teil selbst zu verantworten - warum vergesse ich auch bei der Steak-Bestellung das medium hinterherzuschieben? Das arme Steak war dann halt eher ziemlich well-done. Beim Filet habe ich es dazu gesagt und siehe da - paßt. Von der Speisenauswahl her können wir uns auch nicht beklagen. Ich habe immer etwas gefunden, meistens sogar die Qual der Wahl gehabt, wobei uns unser Kellner auch immer mit gutem Rat zur Seite stand. Meine Frau ißt kein Fleisch (also quasi Vegetarierin, die aber Fisch ißt), sie hat aber auch immer etwas gefunden. Wir hatten das X1-Paket gebucht, die Tischgetränke waren also inklusive. Ab dem zweiten Abend kam unser Assistent schon immer mit der Wasserflasche und fragte nur noch, welchen Wein wir denn heute trinken wollen. Der Wein wurde prinzipiell als Flasche auf den Tisch gestellt. Zum Teil hatten wir dann eine Flasche weißen und eine Flasche roten Wein, auch wenn es ja nach Beschreibung nur um einzelne Gläser ging. Zunächst dachte ich, unser Kellner wäre nur etwas lauffaul, aber wir mußten nie selbst nachschenken, da war er sehr aufmerksam. Womit wir - trotz intensivem "Traumschiff"-Gucken - nicht gerechnet hatten, war die Kellnerparade beim zweiten Galaabend. Überhaupt fand ich die Arbeit, die man sich an diesem Tag in der Küche gemacht hat ziemlich bemerkenswert. Nebenbei war an diesem Tag die Küchenführung für die Gäste und das große Gala-Mitternachtsbuffet mit riesiegen Eisstatuen, Butterskulpturen und Fruchtschnitzereien uns dazwischen alle möglichen Leckereien. Wahnsinn.
Ziemlich ungünstig fand ich die "Gläser" im Bolero-Buffet. Hier gab es im Rahmen des X1-Paketes zum Mittagessen lediglich kleine Plastikbecher (0,1l) und das zum Teil nur mit erheblicher Wartezeit, so daß man während des Essens kaum den Durst stillen konnte. Für die restlichen Getränke über den Tag hinweg hatten wir immer einen selbst mitgebrachten Vorrat in der Kabine und dazu eine Boys & Girls Card, die Gutscheine für 20 alkoholfreie Getränke enthält. Darunter fallen nicht nur Cola, Fanta, Sprite, Wasser und Säfte, sondern auch frisch gepresster O-Saft und die alkoholfreien Cocktails (wenn auch nicht in der XL-Variante). Wir haben das genutzt und extensiv die Cocktails probiert. Die Karte hatte sich daher bei uns sehr schnell amortisiert.
Interessant fand ich einige Daten, die es während der Küchenführung gab: 70t Lebensmittel werden für eine Woche gebunkert, in der Küche arbeiten 130 Personen, davon 30 zum Saubermachen, jeden Tag werden 8000 m3 Wasser entsalzt (das sind immerhin 8 Millionen Liter!!!). Mit diesem Aufwand hatte ich nicht gerechnet. Die Wassermenge erklärt sich wohl zum Teil daraus, daß auch das Wasser zum Kühlen der Maschinen entsalzt werden muß und das die Pools jeden Tag geleert und gereinigt wurden.
Damit komme ich zum nächsten Thema - die Sauberkeit des Schiffes. Auch hier war alles vorbildlich. Das Schiff war wirklich sauber. Wie man vorher auch schon in diversen Reiseberichten nachlesen konnte, war dauernd jemand damit beschäftigt, irgendwo zu saugen, zu wischen, Decken zum waschen einzusammeln, etc. Auch bei Besteck, Gläsern und Geschirr war alles tadellos - hier kommt es nach meiner Erfahrung bei Großküchen schon mal dazu, daß irgendetwas nicht perfekt sauber ist. Aber hier: alle Achtung!
Die Besatzung war auf den unteren Ebenen sehr nett und zuvorkommend. Von den (ganz) oberen Ebenen war ich zum Teil nicht soo begeistert. Wir haben den Kapitän zwei Mal getroffen - beim Captain's Cocktail und bei der Zeremonie für Frischverheiratete und Jubelpaare - beide Male hat er zugesehen, daß er möglichst schnell die Kurve kratzen konnte und wirkte nicht wirklich freundlich. OK, vielleicht hat man da vom Traumschiff auch etwas falsche Vorstellungen, aber zumindestens die Anstands-5-Minuten bei der Zeremonie hätte ich eigentlich erwartet. Die Kreuzfahrtdirektorin wirkte für mich etwas zu sehr aufgesetzt und nicht wirklich sympatisch. Wobei man ihr zu Gute halten muß, daß sie auch nach den Shows am Abend beim Abbau auf der Bühne mit Hand an gelegt hat und dabei durchaus riskierte, ihre perfekte modellierten Fingernägel zu ruinieren. Maitre, Hotelchef und Servicecheff waren sehr nett und zuvorkommend, mit dem 1. technischen Ingenieur konnten wir uns auch an einem Abend kurz unterhalten, er war auch sehr nett.
Die Unterhaltung am Abend war etwas durchwachsen. Am ersten Abend hatten wir die Zauberkünstlerin Connie Boyd. Die Tricks waren sehr gut, die Präsentation war zum Teil jedoch eher schlecht, eigentlich schade, eine bessere Präsentation vorausgesetzt, könnte sie mit diesen Tricks eine wirklcih mitreißende Show hinlegen! Am nächsten Abend gab es einen Jongleur (Pepito Alvarez), der wirklich eine klasse Show hingelegt hat. Ich halte es für ein gewisses Wagnis auf einem Schiff einen Jongleur auftreten zu lassen. Schließlich weiß man zum Zeitpunkt der Ankündigung (24 Stunden im Voraus) noch nicht, wieviel Seegang es gibt. Und Jonglieren bei Seegang stelle ich mir äußerst schwierig vor. Auf diese Show folgte der erste "Las Vegas-Style-Gala-Abend" mit Simone Carbonara und einer Sängerin, deren Namen mir leider entfallen ist. Um ehrlich zu sein: Simone war nicht schlecht, aber die Dame hat bei den Tönen doch ziemlich häufig daneben gegriffen. Ich habe mir im Geiste mal vorgestellt, wir wären bei Deutschland sucht den Superstar, und habe mir dann Jury-Äußerungen überlegt. Das hat die Darbietung noch etwas interessant gemacht, ansonsten wären wir wahrscheinlich aufgestanden und rausgegangen. Es folgte spanischer Folklore Abend, der ganz gut war und eine neuerliche Las Vegas-Show zum Thema "Theater der Welt". Hier war die Sängerin wohl etwas eher in ihrem Element und traf die meisten Töne. Der Abend war daher durchaus gelungen. Abschließend gab es noch einen klassischen Konzertabend mit dem Duo Cafe Concerto Strauss, der auch ganz OK war. Allerdings fiel auch hier auf, daß die Violinistin zwei oder drei Mal etwas daneben gegriffen hat.
Lohnend war noch die Küchenführung. Und ein besonderes Highlight war für uns die schon angesprochene Zeremonie für Hochzeits- und Jubelpaare. Diese war zwar ein klein wenig kitschig gemacht, aber trotzdem schön. Man wurde in eleganter Gaderobe zum Empfang gebeten und dann zunächst hinter einer Hochzeitstorte fotografiert. Anschließend sollten sich die Paare "unter mediterranem Himmel" nochmal das Ja-Wort geben. Dazu lief dann im Hintergrund das Ave-Maria (ich meine, es wäre das von Bruckner gewesen, kann aber sein, daß ich mich hier täusche). Anschließend gab es noch Gelegenheit zum Tanzen.
Die Ausflüge haben wir in Katakolon (Olympia und archäologisches Museum) und Santorin (Oia) mitgemacht, ansonsten alles selbst organisiert. Beide Ausflüge war sehr gut gemacht, wenn auch mit EUR 55,- pro Person und Ausflug nicht gerade ein Schnäppchen. Im Falle von Olympia denke ich aber, daß es zu zweit mit dem Taxi noch deutlich teurer geworden wäre. Da wir hier spät dran waren (eigentlich sollte getendert werden, es war aber zu viel Seegang, so daß wir warten mußten, bis die Costa Atlantica (oder war es doch eine andere???) abgelegt hatte und wir anlegen konnten), war es sehr beruhigend einen Ausflug gebucht zu haben. Wir waren etwas sehr spät wieder am Schiff zurück, aber da es ja ein Costa-Ausflug war, hatten wir hier kein Problem. In Santorin kann ich nur dringend empfehlen, einen Ausflug zu machen. Die Ausflugsteilnehmer werden schon vorab im künstlichen neuen Hafen abgesetzt und haben dadurch knapp eine Stunde zusätzlich auf Santorin. Da Santorin für mich eines der Highlights war und die Zeit dort recht knapp ist, finde ich das durchaus lohnend. Schade - aber unvermeidbar - fand ich, daß die Orte Oia und Thiera ziemlich voll waren. Mir graust es ehrlich gesagt davor mir vorzustellen, wie daß aussieht, wenn die Mediterranea die Route übernimmt und statt 1700 Passagieren in unserem Fall bis zu 2700 Leute die Ortschaften unsicher machen. In Santorin wurde getendert, auch wenn der Seegang hier aus meiner Sicht stärker als in Katakolon war. Na ja, hier gibt es ja auch keine (kostensparende) Alternative zum Tendern.
Zu den weiteren Stationen: In Bari wurde für EUR 5,- ein Bus in die Altstadt angeboten, man war jedoch auch in 10 Minuten zu Fuß dort, so daß das für Personen, die gut zu Fuß sind, überflüßig war. Wir haben uns die Kirchen der Altstadt, die Festung und die EInkaufsstraße angesehen. Direkt vorne am Hafen gibt es eine Touri-Info, die sehr nett mit einem guten Stadtplan weiterhelfen und auch interessante Punkte markieren. An sonsten ist es noch wichtig, in Bari ein Eis zu essen. Es war super lecker und dabei ziemlich preiswert. In Mykonos haben wir den Shuttle-Bus in Anspruch genommen. Hier geht der Weg vom Liegeplatz zur Stadt an einer etwas unübersichtlichen Straße entlang und es gibt zT keinen Bürgersteig. Mykonos selbst fand ich sehr schön, wir sind etwas durch die kleinen Gäßchen gebummelt und auch mal zu den Windmühlen gegangen, die nachts angestrahlt werden und ein schönes Bild abgeben. In Rhodos haben wir eine ausführliche Stadtbesichtigung zu Fuß gemacht. Es gibt im Internet gut Stadtpläne von Rhodos, die man sich vorher ausdrucken sollte, der Stadtplan von Costa umfaßt nur die Altstadt, was aus meiner Sicht zu wenig ist. Wir haben uns zunächst die Altstadt mit archäologischem Museum und Großmeisterpalast angesehen. Insbesondere letzteren fand ich ziemlich sehenswert. Anschließend sind wir zur Akropolis hochgelaufen (ca. 30 Minuten vom Großmeisterpalast) und sind anschließend noch zum Aquarium gelaufen (ca. 30-45 Minuten von der Akropolis). Wir sind morgens kurz vor neun losgezogen und waren damit vor den von Costa angebotenen Touren unterwegs. Dadurch war es noch schön ruhig und man konnte noch in Ruhe gucken. Dubrovnik war auch sehr schön, ein Rundgang über die Stadtmauer ist durchaus lohnend, wenn auch die Eintrittspreise dort einer ziemlichen Inflation unterliegen. Inzwischen ist man bei EUR 7,50 pro Erwachsenem angelangt. Dubrovnik war für mich sehr überraschend die Station mit dem höchsten Preisniveau. Eine 0,5l Flasche Cola am Kiosk kostete EUR 3,-. In Dubrovnik wurde wieder getendert, diesmal kamen auch die größeren Rettungsboote der Victoria zum EInsatz. Besonders lohnend war die Aussicht nach der Abfahrt auf der rechten Schiffseite (Steuerbord). Hier kann man ca. 3 Stunden eine herrliche Landschaft auf sich wirken lassen. Idealer Platz: Solariumdeck, vorne rechts.
So zum Abschluß noch eine Sache, die ich richtig schlecht an der Kreuzfahrt fand: Den Fotoservice. OK, Costa ist für die Papparazzi bekannt. Aber bei uns wurde wirklich nur auf Quantität und nicht auf Qualität wert gelegt. Dazu waren die Fotos mit bis zu EUR 14,- nicht gerade preiswert. Sämtliche Bilder wurden herkömmlich auf Film aufgenommen und dann ausbelichtet und in Vitrinen ausgestelt. Ich denke, hier wird es langsam Zeit, daß Costa mal umdenkt und den gesamten Prozess auf Digital-Fotografie umstellt. Hier könnte man Terminals aufstellen, wo die Gäste sich die Fotos aussuchen können und nur die Bilder ausbelichten, die auch wirklich gewünscht sind. So wären Kosten und Müll gespart. Noch schlimmer als die Fotoqualität fand ich die Qualität des angebotenen Videos "My Cruise" (immerhin gute EUR 40,- teuer). Das zu Grunde gelegte Videomaterial war eigentlich nicht schlecht, die Schnitte wirkten aber so, als hätte man einem Einsteiger ein tolles neues Programm gegeben und gesagt: Probier doch mal die verschiedenen Übergänge aus. Dummerweise wurde dann nur der Videokanal geblendet, im Tonkanal wurde z.T. mitten im Musikstück einfach schlagartig auf ein anderes umgeschaltet. Die Krönung fand ich, daß das gesamte Video mit irgendwelcher Hintergrundmusik vertont war und kein einziges Geräusch von den Originalaufnahmen übernommen wurde. Ist schon sehr fesselnd, so eine Ansprache vom Kapitän. Vor allem, wenn man ihn reden sieht, aber anstelle seiner Worte nur irgendwelche (schlechte) Musik auf einen einprasselt. Ich wollte mir das Video eigentlich für die Hochzeits- und Jubelpaarzeremonie kaufen. Aber auch hier war es identisch: Im Bild ein redender Kapitän, aus dem Lautsprecher nur Gedudel. Gott sein Dank war mir rechtzeitig aufgefallen, daß das Video im Bordfernsehen lief, so daß ich die schlechte Qualität noch rechtzeitig gesehen habe.
Hm, jetzt ist der Bericht doch etwas ausführlicher geworden, als ich das eigentlich geplant hatte. Ich hoffe, ich habe nichts doppelt reingeschrieben oder Euch zu sehr gelangweilt. Wenn Ihr noch Fragen habt, meldet Euch!

Viele Grüße
Arno
__________________



Nil 1992, Costa Victoria Mittelmeer 2006, Costa Fortuna Karibik 2007, Norwegian Jewel Transatlantik 2008
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Old 12-08-2006, 07:53 AM
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Hallo!

Nachdem ich hier im Vorfeld unserer "Jungfernfahrt" so viele Informationen gefunden habe, möchte ich mich an dieser Stelle mit einem kleinen Reisebericht revanchieren.
Wir waren vom 20.11.06 bis zum 27.11.06 mit der Costa Victoria im östlichen Mittelmeer unterwegs. Stationen waren Venedig, Bari, Katakolon, Santorin, Mykonos, Rhodos, Dubrovnik und wieder Venedig. Es war die Abschiedstour der Victoria auf dieser Route, ab nächstes Jahr wird diese (beliebte) Route von der Mediteranea bedient.
Zum Schiff: Die Victoria ist ja inzwischen schon 10 Jahre alt - nachdem was ich mal auf der Meyer-Werft gehört habe, ist sie damit in dem Alter, in dem sie sich so langsam amortisiert hat. Na ja, für uns war es die erste Kreuzfahrt, ich habe daher wenig Vergleichsmöglichkeiten, aber ich fand den Zustand noch ziemlich gut. Liegt eventuell auch an der Renovierung 2004, wobei (mir) nicht ganz klar ist, was dabei eigentlich alles getauscht wurde. Ich schätze mal, daß die Kabineneinrichtungen noch die alten sind und nicht komplett ersetzt wurden und daß man sich auf die neuen Balkonkabinen konzentriert hat. Uns sind ein paar Abnutzungserscheinungen an Sesseln in Bars und Lounges aufgefallen, der Teppich war hier und da erneuert, das wars aber im Wesentlichen auch schon. Wir waren mit der Victoria sehr zufrieden. Besonders gefallen hat uns im Innenbereich der Concorde-Plaza - hier ganz besonders die Sessel mit Blick nach vorne heraus. Schade, daß die vorderen Fenster nachts verdunkelt werden müssen. Aber wie man uns sagte, blendet das Licht aus dem Concorde Plaza ansonsten Kapitän und Crew auf der Kommandobrücke. Im Außenbereich fanden wir das Solariumdeck ganz vorne sowie die Bugspitze klasse. In der Bugspitze war meistens sehr wenig los. Beispielsweise bei der Passage des Ithaka-Kanals herrschte auf dem Solarium-Deck dichtes Gedränge an den Scheiben, In der Bugspitze waren vielleicht 10 Personen. Ich vermute mal, das liegt zum einen am recht versteckten Zugang zum Bug, so daß viele gar nicht hier hin finden, aber auch daran, daß es hier naturgemäß immer etwas windiger ist, da keine Plexiglasscheiben vorhanden sind. Dafür hat man dort vorne schon echtes Titanic-Feeling.
Im Vorfeld der Reise hatte ich mir etwas Sorgen ums leibliche Wohl gemacht, da man - insbesondere in englischsprachigen Reiseberichten - zum Teil recht heftige Kritik am Essen der Victoria liest. Ich kann nur sagen: Wir waren immer mehr als zufrieden. Es ist zwar schon einmal vorgekommen, daß etwas nicht 100%ig unserem Geschmack entsprach, aber das hatten wir zum Teil selbst zu verantworten - warum vergesse ich auch bei der Steak-Bestellung das medium hinterherzuschieben? Das arme Steak war dann halt eher ziemlich well-done. Beim Filet habe ich es dazu gesagt und siehe da - paßt. Von der Speisenauswahl her können wir uns auch nicht beklagen. Ich habe immer etwas gefunden, meistens sogar die Qual der Wahl gehabt, wobei uns unser Kellner auch immer mit gutem Rat zur Seite stand. Meine Frau ißt kein Fleisch (also quasi Vegetarierin, die aber Fisch ißt), sie hat aber auch immer etwas gefunden. Wir hatten das X1-Paket gebucht, die Tischgetränke waren also inklusive. Ab dem zweiten Abend kam unser Assistent schon immer mit der Wasserflasche und fragte nur noch, welchen Wein wir denn heute trinken wollen. Der Wein wurde prinzipiell als Flasche auf den Tisch gestellt. Zum Teil hatten wir dann eine Flasche weißen und eine Flasche roten Wein, auch wenn es ja nach Beschreibung nur um einzelne Gläser ging. Zunächst dachte ich, unser Kellner wäre nur etwas lauffaul, aber wir mußten nie selbst nachschenken, da war er sehr aufmerksam. Womit wir - trotz intensivem "Traumschiff"-Gucken - nicht gerechnet hatten, war die Kellnerparade beim zweiten Galaabend. Überhaupt fand ich die Arbeit, die man sich an diesem Tag in der Küche gemacht hat ziemlich bemerkenswert. Nebenbei war an diesem Tag die Küchenführung für die Gäste und das große Gala-Mitternachtsbuffet mit riesiegen Eisstatuen, Butterskulpturen und Fruchtschnitzereien uns dazwischen alle möglichen Leckereien. Wahnsinn.
Ziemlich ungünstig fand ich die "Gläser" im Bolero-Buffet. Hier gab es im Rahmen des X1-Paketes zum Mittagessen lediglich kleine Plastikbecher (0,1l) und das zum Teil nur mit erheblicher Wartezeit, so daß man während des Essens kaum den Durst stillen konnte. Für die restlichen Getränke über den Tag hinweg hatten wir immer einen selbst mitgebrachten Vorrat in der Kabine und dazu eine Boys & Girls Card, die Gutscheine für 20 alkoholfreie Getränke enthält. Darunter fallen nicht nur Cola, Fanta, Sprite, Wasser und Säfte, sondern auch frisch gepresster O-Saft und die alkoholfreien Cocktails (wenn auch nicht in der XL-Variante). Wir haben das genutzt und extensiv die Cocktails probiert. Die Karte hatte sich daher bei uns sehr schnell amortisiert.
Interessant fand ich einige Daten, die es während der Küchenführung gab: 70t Lebensmittel werden für eine Woche gebunkert, in der Küche arbeiten 130 Personen, davon 30 zum Saubermachen, jeden Tag werden 8000 m3 Wasser entsalzt (das sind immerhin 8 Millionen Liter!!!). Mit diesem Aufwand hatte ich nicht gerechnet. Die Wassermenge erklärt sich wohl zum Teil daraus, daß auch das Wasser zum Kühlen der Maschinen entsalzt werden muß und das die Pools jeden Tag geleert und gereinigt wurden.
Damit komme ich zum nächsten Thema - die Sauberkeit des Schiffes. Auch hier war alles vorbildlich. Das Schiff war wirklich sauber. Wie man vorher auch schon in diversen Reiseberichten nachlesen konnte, war dauernd jemand damit beschäftigt, irgendwo zu saugen, zu wischen, Decken zum waschen einzusammeln, etc. Auch bei Besteck, Gläsern und Geschirr war alles tadellos - hier kommt es nach meiner Erfahrung bei Großküchen schon mal dazu, daß irgendetwas nicht perfekt sauber ist. Aber hier: alle Achtung!
Die Besatzung war auf den unteren Ebenen sehr nett und zuvorkommend. Von den (ganz) oberen Ebenen war ich zum Teil nicht soo begeistert. Wir haben den Kapitän zwei Mal getroffen - beim Captain's Cocktail und bei der Zeremonie für Frischverheiratete und Jubelpaare - beide Male hat er zugesehen, daß er möglichst schnell die Kurve kratzen konnte und wirkte nicht wirklich freundlich. OK, vielleicht hat man da vom Traumschiff auch etwas falsche Vorstellungen, aber zumindestens die Anstands-5-Minuten bei der Zeremonie hätte ich eigentlich erwartet. Die Kreuzfahrtdirektorin wirkte für mich etwas zu sehr aufgesetzt und nicht wirklich sympatisch. Wobei man ihr zu Gute halten muß, daß sie auch nach den Shows am Abend beim Abbau auf der Bühne mit Hand an gelegt hat und dabei durchaus riskierte, ihre perfekte modellierten Fingernägel zu ruinieren. Maitre, Hotelchef und Servicecheff waren sehr nett und zuvorkommend, mit dem 1. technischen Ingenieur konnten wir uns auch an einem Abend kurz unterhalten, er war auch sehr nett.
Die Unterhaltung am Abend war etwas durchwachsen. Am ersten Abend hatten wir die Zauberkünstlerin Connie Boyd. Die Tricks waren sehr gut, die Präsentation war zum Teil jedoch eher schlecht, eigentlich schade, eine bessere Präsentation vorausgesetzt, könnte sie mit diesen Tricks eine wirklcih mitreißende Show hinlegen! Am nächsten Abend gab es einen Jongleur (Pepito Alvarez), der wirklich eine klasse Show hingelegt hat. Ich halte es für ein gewisses Wagnis auf einem Schiff einen Jongleur auftreten zu lassen. Schließlich weiß man zum Zeitpunkt der Ankündigung (24 Stunden im Voraus) noch nicht, wieviel Seegang es gibt. Und Jonglieren bei Seegang stelle ich mir äußerst schwierig vor. Auf diese Show folgte der erste "Las Vegas-Style-Gala-Abend" mit Simone Carbonara und einer Sängerin, deren Namen mir leider entfallen ist. Um ehrlich zu sein: Simone war nicht schlecht, aber die Dame hat bei den Tönen doch ziemlich häufig daneben gegriffen. Ich habe mir im Geiste mal vorgestellt, wir wären bei Deutschland sucht den Superstar, und habe mir dann Jury-Äußerungen überlegt. Das hat die Darbietung noch etwas interessant gemacht, ansonsten wären wir wahrscheinlich aufgestanden und rausgegangen. Es folgte spanischer Folklore Abend, der ganz gut war und eine neuerliche Las Vegas-Show zum Thema "Theater der Welt". Hier war die Sängerin wohl etwas eher in ihrem Element und traf die meisten Töne. Der Abend war daher durchaus gelungen. Abschließend gab es noch einen klassischen Konzertabend mit dem Duo Cafe Concerto Strauss, der auch ganz OK war. Allerdings fiel auch hier auf, daß die Violinistin zwei oder drei Mal etwas daneben gegriffen hat.
Lohnend war noch die Küchenführung. Und ein besonderes Highlight war für uns die schon angesprochene Zeremonie für Hochzeits- und Jubelpaare. Diese war zwar ein klein wenig kitschig gemacht, aber trotzdem schön. Man wurde in eleganter Gaderobe zum Empfang gebeten und dann zunächst hinter einer Hochzeitstorte fotografiert. Anschließend sollten sich die Paare "unter mediterranem Himmel" nochmal das Ja-Wort geben. Dazu lief dann im Hintergrund das Ave-Maria (ich meine, es wäre das von Bruckner gewesen, kann aber sein, daß ich mich hier täusche). Anschließend gab es noch Gelegenheit zum Tanzen.
Die Ausflüge haben wir in Katakolon (Olympia und archäologisches Museum) und Santorin (Oia) mitgemacht, ansonsten alles selbst organisiert. Beide Ausflüge war sehr gut gemacht, wenn auch mit EUR 55,- pro Person und Ausflug nicht gerade ein Schnäppchen. Im Falle von Olympia denke ich aber, daß es zu zweit mit dem Taxi noch deutlich teurer geworden wäre. Da wir hier spät dran waren (eigentlich sollte getendert werden, es war aber zu viel Seegang, so daß wir warten mußten, bis die Costa Atlantica (oder war es doch eine andere???) abgelegt hatte und wir anlegen konnten), war es sehr beruhigend einen Ausflug gebucht zu haben. Wir waren etwas sehr spät wieder am Schiff zurück, aber da es ja ein Costa-Ausflug war, hatten wir hier kein Problem. In Santorin kann ich nur dringend empfehlen, einen Ausflug zu machen. Die Ausflugsteilnehmer werden schon vorab im künstlichen neuen Hafen abgesetzt und haben dadurch knapp eine Stunde zusätzlich auf Santorin. Da Santorin für mich eines der Highlights war und die Zeit dort recht knapp ist, finde ich das durchaus lohnend. Schade - aber unvermeidbar - fand ich, daß die Orte Oia und Thiera ziemlich voll waren. Mir graust es ehrlich gesagt davor mir vorzustellen, wie daß aussieht, wenn die Mediterranea die Route übernimmt und statt 1700 Passagieren in unserem Fall bis zu 2700 Leute die Ortschaften unsicher machen. In Santorin wurde getendert, auch wenn der Seegang hier aus meiner Sicht stärker als in Katakolon war. Na ja, hier gibt es ja auch keine (kostensparende) Alternative zum Tendern.
Zu den weiteren Stationen: In Bari wurde für EUR 5,- ein Bus in die Altstadt angeboten, man war jedoch auch in 10 Minuten zu Fuß dort, so daß das für Personen, die gut zu Fuß sind, überflüßig war. Wir haben uns die Kirchen der Altstadt, die Festung und die EInkaufsstraße angesehen. Direkt vorne am Hafen gibt es eine Touri-Info, die sehr nett mit einem guten Stadtplan weiterhelfen und auch interessante Punkte markieren. An sonsten ist es noch wichtig, in Bari ein Eis zu essen. Es war super lecker und dabei ziemlich preiswert. In Mykonos haben wir den Shuttle-Bus in Anspruch genommen. Hier geht der Weg vom Liegeplatz zur Stadt an einer etwas unübersichtlichen Straße entlang und es gibt zT keinen Bürgersteig. Mykonos selbst fand ich sehr schön, wir sind etwas durch die kleinen Gäßchen gebummelt und auch mal zu den Windmühlen gegangen, die nachts angestrahlt werden und ein schönes Bild abgeben. In Rhodos haben wir eine ausführliche Stadtbesichtigung zu Fuß gemacht. Es gibt im Internet gut Stadtpläne von Rhodos, die man sich vorher ausdrucken sollte, der Stadtplan von Costa umfaßt nur die Altstadt, was aus meiner Sicht zu wenig ist. Wir haben uns zunächst die Altstadt mit archäologischem Museum und Großmeisterpalast angesehen. Insbesondere letzteren fand ich ziemlich sehenswert. Anschließend sind wir zur Akropolis hochgelaufen (ca. 30 Minuten vom Großmeisterpalast) und sind anschließend noch zum Aquarium gelaufen (ca. 30-45 Minuten von der Akropolis). Wir sind morgens kurz vor neun losgezogen und waren damit vor den von Costa angebotenen Touren unterwegs. Dadurch war es noch schön ruhig und man konnte noch in Ruhe gucken. Dubrovnik war auch sehr schön, ein Rundgang über die Stadtmauer ist durchaus lohnend, wenn auch die Eintrittspreise dort einer ziemlichen Inflation unterliegen. Inzwischen ist man bei EUR 7,50 pro Erwachsenem angelangt. Dubrovnik war für mich sehr überraschend die Station mit dem höchsten Preisniveau. Eine 0,5l Flasche Cola am Kiosk kostete EUR 3,-. In Dubrovnik wurde wieder getendert, diesmal kamen auch die größeren Rettungsboote der Victoria zum EInsatz. Besonders lohnend war die Aussicht nach der Abfahrt auf der rechten Schiffseite (Steuerbord). Hier kann man ca. 3 Stunden eine herrliche Landschaft auf sich wirken lassen. Idealer Platz: Solariumdeck, vorne rechts.
So zum Abschluß noch eine Sache, die ich richtig schlecht an der Kreuzfahrt fand: Den Fotoservice. OK, Costa ist für die Papparazzi bekannt. Aber bei uns wurde wirklich nur auf Quantität und nicht auf Qualität wert gelegt. Dazu waren die Fotos mit bis zu EUR 14,- nicht gerade preiswert. Sämtliche Bilder wurden herkömmlich auf Film aufgenommen und dann ausbelichtet und in Vitrinen ausgestelt. Ich denke, hier wird es langsam Zeit, daß Costa mal umdenkt und den gesamten Prozess auf Digital-Fotografie umstellt. Hier könnte man Terminals aufstellen, wo die Gäste sich die Fotos aussuchen können und nur die Bilder ausbelichten, die auch wirklich gewünscht sind. So wären Kosten und Müll gespart. Noch schlimmer als die Fotoqualität fand ich die Qualität des angebotenen Videos "My Cruise" (immerhin gute EUR 40,- teuer). Das zu Grunde gelegte Videomaterial war eigentlich nicht schlecht, die Schnitte wirkten aber so, als hätte man einem Einsteiger ein tolles neues Programm gegeben und gesagt: Probier doch mal die verschiedenen Übergänge aus. Dummerweise wurde dann nur der Videokanal geblendet, im Tonkanal wurde z.T. mitten im Musikstück einfach schlagartig auf ein anderes umgeschaltet. Die Krönung fand ich, daß das gesamte Video mit irgendwelcher Hintergrundmusik vertont war und kein einziges Geräusch von den Originalaufnahmen übernommen wurde. Ist schon sehr fesselnd, so eine Ansprache vom Kapitän. Vor allem, wenn man ihn reden sieht, aber anstelle seiner Worte nur irgendwelche (schlechte) Musik auf einen einprasselt. Ich wollte mir das Video eigentlich für die Hochzeits- und Jubelpaarzeremonie kaufen. Aber auch hier war es identisch: Im Bild ein redender Kapitän, aus dem Lautsprecher nur Gedudel. Gott sein Dank war mir rechtzeitig aufgefallen, daß das Video im Bordfernsehen lief, so daß ich die schlechte Qualität noch rechtzeitig gesehen habe.
Hm, jetzt ist der Bericht doch etwas ausführlicher geworden, als ich das eigentlich geplant hatte. Ich hoffe, ich habe nichts doppelt reingeschrieben oder Euch zu sehr gelangweilt. Wenn Ihr noch Fragen habt, meldet Euch!

Viele Grüße
Arno
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Nil 1992, Costa Victoria Mittelmeer 2006, Costa Fortuna Karibik 2007, Norwegian Jewel Transatlantik 2008
  #3 (permalink)  
Old 12-08-2006, 08:32 AM
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Hallo Arno,

sehr schöner Bericht- bitte kläre mich aber mal auf mit dem Vorderbereich! kann man da ohne weiteres bis vorne zum bug gehen oder meinst du die großen Fenster die über 2 decks gehen?

Bye
Christian
__________________
----------------------
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  #4 (permalink)  
Old 12-08-2006, 08:37 AM
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Posts: 85
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Du kannst bis vorne fast ganz vorne in die Spitze gehen. Ganz vorne ist noch ein Mast, so daß vielleicht ein Meter in der Mitte abgesperrt ist, aber bis dahin kommt man. Das ist dann der Bereich vor den vier Schraubenflügeln, die man auch aus dem Concorde-Plaza sieht.

Gruß
Arno
__________________



Nil 1992, Costa Victoria Mittelmeer 2006, Costa Fortuna Karibik 2007, Norwegian Jewel Transatlantik 2008
  #5 (permalink)  
Old 12-08-2006, 03:51 PM
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Hallo Arno,

sehr schöner Bericht, ich habe -fast- alles genauso erlebt wie Du, nur eben ein paar Wochen früher, ich weiß nicht, ob Du`s gelesen hast...:-)

Eine kleine, wirklich aber nur kleine Anmerkung sei mir gestattet: Respekt vor Deiner guten Beobachtungsgabe im Theater! Ich erlaube mir dennoch zu sagen, daß ich die dargebotenen Shows trotz der von Dir beschriebenen "Ausrutscher" der Mitwirkenden, immer noch um Klassen besser fand, als alles, was ich in den Urlaubshotels in denen ich bisher gewesen bin, gesehen habe...

Und zu Dubrovnik noch eine Anmerkung: Die 7,50 Euro für den Stadtmauer-Nepp lassen sich leicht sparen, indem man am Ende der Stadt zum Tor rausgeht und nach dem Hilton Hotel den Berg rechts hochläuft. Traumblick über die Stadt für 0,- Euro.

Ansonsten auch von mir nochmal danke für den tollen Bericht, ich weiß, wieviel Arbeit die Schreiberei macht....:-)

Gruß

Marc
  #6 (permalink)  
Old 12-09-2006, 12:08 AM
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Hallo Marc,

klar hatte ich auch Deinen Bericht gelesen, man muß ja vergleichen können!
Ich muß ehrlich zugeben, mir fehlt bei den Shows ein klein wenig der Vergleich. Ich bin jemand, der im Urlaub viel sehen will, also eher Rundreisen macht und dadurch normalerweise nicht länger in einem Hotel oder Club ist. Ich meine - Kreuzfahrt ist ja so etwas wie eine Rundreise, nur, daß man das Hotel jeden Abend mitnimmt... ;-)Dadurch hatte ich bisher auch noch nicht das Vergnügen, mit Hotel-Animation konfrontiert zu werden und kann das Ganze daher nur mit Veranstaltungen, für die ich Eintrittsgeld bezahlt habe, vergleichen. Ist vielleicht etwas unfair.
Beim ersten Las Vegas-Style Abend hat man die gleichen Eindrücke aber auch häufig von anderen gehört. Mag sein, daß sie wirklich einen schlechten Tag hatte, beim zweiten Abend war es ja schon besser.

Viele grüße
Arno
__________________



Nil 1992, Costa Victoria Mittelmeer 2006, Costa Fortuna Karibik 2007, Norwegian Jewel Transatlantik 2008
  #7 (permalink)  
Old 12-20-2006, 01:52 AM
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Hallo zusammen,
mit ein wenig Verspätung möchte ich das Angebot annehmen und einige Fragen stellen. Erst einmal freue ich mich, auch noch einen zweiten aktuellen Reisebericht von der Costa Victoria lesen zu können. Vieles kommt mir von unseren Costa Reisen sehr bekannt vor. Trotzdem habe ich im Vorfeld unserer nächsten Kreuzfahrt Fragen speziell zu Costa Victoria. Keiner von Euch beiden, Marc und Arno, hat etwas zum Swimming-Pool innen geschrieben. Vielleicht könnt Ihr das nachholen. Weiterhin interessiert uns der Fitness-Bereich, den wir in Anbetracht des reichhaltigen Essens, wir sind immerhin zwei Wochen an Bord, gelegentlich mal nutzen möchten. Auf der Costa Tropicale war dieser sehr klein und ständig überfüllt, so daß ein gelegentlicher Besuch einfach nicht möglich war.
Übrigens vielen Dank für die Tipps zu interessanten Plätzen auf der Costa Victoria. Meist ist die Kreuzfahrt nämlich zu Ende, bevor man die letzten schönen Ecken auf dem Schiff gefunden hat. Da sind solche Tipps im Vorfeld sehr hilfreich.
Mit einer Antwort könnt Ihr Euch Zeit lassen, wir fahren erst Ende Mai 2007 mit der Costa Victoria.
Vorerst wünsche ich auch an dieser Stelle allen ein Frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2007

Ingrid
  #8 (permalink)  
Old 12-22-2006, 07:58 AM
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Hallo Ingrid,

Die Fitnesseccke und der Innenpool sind nicht wirklich groß. In einem amerikanischen Bericht hatte ich vorab etwas von 2 Ergometern gelesen, ganz so schlimm wars nicht-zusätzlich gab es auch nocheinpaar andere Geräte.Ich würde mal schätzen so ca. 10 Geräte. In Sachen Belegung des Fitness-Raumes kann ich keine wirkliche Aussagen machen. Zum einen war das Schiff auf unserer Tour nicht voll belegt, zum anderen hatte ich meine Sportkleidung vergessen und in Jeans oder normalen Shorts dürfte man nicht auf die Geräte.
Der Innenpool war OK, man konnte etwas schwimmen, auch wenn das eigentlich nicht erlaubt ist (ist halt ein Wellness-Pool und kein Swimming-Pool).
Vom Jogging auf Deck 6 als alternative Fitness-Möglichkeit würde ich eher abraten. Der Boden besteht hier aus weiß gestrichenem Metall und ist nicht irgendwie Gummi-beschichtet. Das heißt, daß es mit Feuchtigkeit auch schon mal etwas rutschig werden kann.
Ich wünsche Euch schon jetzt eine gute Reise auf der Victoria und allen Usern ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

Arno
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  #9 (permalink)  
Old 01-02-2007, 10:31 AM
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Hallo Arno,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Sie wird mir zu gegebener Zeit sicher bei der Vorbereitung unserer nächsten Kreuzfahrt helfen.

Hast Du den neuesten Bericht über die Costa Victoria westl. Mittelmeer/Kanaren gelesen? Wie siehst Du vor allem die negativen Kritikpunkte oder habt Ihr andere Erfahrungen gemacht?

Tschüß Ingrid
  #10 (permalink)  
Old 01-03-2007, 02:30 AM
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Hallo Ingrid,

ich denke, das Ganze ist oft Auslegungssache. Kurz zu den Punkten:
Wenn man mehr Liegezeit gehabt hätte, hätte man natürlich auch mehr machen können. Auf der anderen Seite hätte das dann wahrscheinlich einen Hafen weniger bedeutet und ich wüßte nicht auf welchen Hafen (außer Bari) ich verzichten wollte.
Sauberkeit ist oft abhängig vom Personal im eigenen Bereich. Bei uns war der Steward einfach nur klasse - schon fast zu gut, wenn wir die Zahnpasta neben dem Waschbecken stehen gelassen haben, hat er sie wieder ins Regal geräumt. War uns natürlich schon fast unangenehm, somit sind wir quasi zur Ordnung erzogen worden... War aber völlig OK.
Ich kann Kurt in Sachen Kapitän oder besser "Il Commandante" wie er immer angeredet wurde, nur beipflichten. Habe ich ja auch in meinem Bericht geschrieben. Auf der anderen Seite waren Hoteldirektor, Maitre, technischer Offizier und Pfarrer wirklich sehr nett. Die Sichtbarkeit des Personals außerhalb der jeweiligen Funktionen war auch bei uns gering. Der Kapitän war auch beim Gala-Essen nicht anwesend, sondern hat nur vorher seinen Cocktail gegeben. Na ja, wer weiß wie lange der gute Mauro Bellomo schon auf See war und wie urlaubsreif er vielleicht auch schon war...
Das untere Promenadendeck (Deck 6) fand ich auch nicht so *****elnd. Wie schon geschrieben, Joggen dort würde ich eher nicht, da der Boden einfach nur weiß gepinselt ist. Den Gang auf Deck 11 außen fand ich dagegen richtig gut. Zwar kein Teakholz-Boden, sondern nur ein gummi-ähnlicher Belag in holzfarben aber mit angedeuteten Brettern, fand ich durchaus ansprechend und auch praktisch, weil man nicht so leicht ausrutschen konnte.
Zum Check-In kann ich nur den Tip weitergeben, den ich hier bekommen habe: Nicht zu früh einchecken. Am Anfang ist es wohl immer ziemlich voll in den Terminals, nach zwei oder drei Stunden wird es dann sehr viel leerer. Wir mußten weniger als eine Minute warten (so lange hat es gedauert, unsere Pässe zu kopieren) und konnten dann direkt an Bord gehen - bzw. würde auf dem Weg nur noch vom Bord-Paparazzi angehalten, um das erste Foto zu machen.

Gruß
Arno
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Tags
aktuelle, corsa, costa, erfahrungen, kreuzfahrten, mittelmeer, reisebericht, reiseberichte, stliches, victoria


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