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  #1 (permalink)  
Old 02-11-2008, 04:43 AM
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Hallo,

hier ist mein Bericht von der Costa Serena:

Ein- und Ausschiffung:
Wir sind selbst mit der Bahn angereist. Als wir am Kreuzfahrtterminal so gegen 10.30 in Savona ankamen hat sich sofort eine Costa-Mitarbeiterin um uns gekümmert. Wir konnten auf der Stelle unser Gepäck abgeben und erhielten bereits unsere Einschiffungsnummer. Und so gegen 12:00 Uhr konnten wir als Erste einschiffen. Keine Viertelstunde später waren wir an Bord und konnten uns im Prometeo Selbstbedienungsrestaurant stärken. Um spätestens 13:30 sollte unser Gepäck in der Kabine sein, was auch der Fall war. Ein Koffer kam ein wenig später an. Wir waren beeindruckt wie schnell und professionell die Einschiffung abgewickelt hat.
Gleiches gilt für die Ausschiffung. Als unsere Ausschiffungsfarbe aufgerufen wurde wurden wir zur Gepäckhalle geführt, wo unser Gepäck wartete und wir uns sofort ein Taxi am Bahnhof nehmen konnten.

Auch bei anderen Aktivitäten hat uns die Reederei durch Professionalität und gutes Organisationstalent überrascht. Sei das jetzt hinsichtlich der Shuttle-Busse (für jene, die eine Stadt auf eigene Faust erkunden wollten) oder auch bei den Ausflügen - das hat immer ausgezeichnet und sehr schnell geklappt.

Schiff:
Von außen ein schönes und beeindruckendes Schiff, innen (mit Ausnahme des Spa-Bereichs) an protziger Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Nachdem uns das jedoch zuvor bekannt war hatten wir uns relativ schnell daran gewöhnt. Wir hatten eine Innenkabine auf Deck 2 und diese war glücklicherweise nicht so aufdringlich gestaltet. Die Kabine als solche fanden wir sehr geräumig. Es gab genügend Schränke um unsere Kleidung unterzubringen und wir waren mit 2 großen und 2 kleinen Koffern mit wirklich viel Gepäck unterwegs, auch im Bad fanden wir für alle Utensilien ausreichend Platz. Während der Fahrt waren Vibrationsbewegungen und -geräusche zu hören, die wir als angenehm empfanden, da es für uns wichtig war zu "spüren", dass wir uns auf einem Schiff befinden.
Leider ist das Schiff nicht ganz so übersichtlich wie man es sich wünschen würde und einige unserer Mitreisenden (inkl. mir) hatten immer wieder Schwierigkeiten mit der Orientierung.
Was uns sehr überraschte war die vielen Costa-MitarbeiterInnen, die unentwegt daran arbeiteten das Schiff in Schuss und sauber zu halten. So etwas haben wir in noch keinem Hotel (auch in keinem 5-Stern) erlebt. Irgendwo war ständig jemand am Wischen und Putzen.

Personal:
Mit dem Personal waren wir sehr zufrieden. Alle waren freundlich und bemüht die Wünsche zu erfüllen. Einen Minuspunkt gab es nur für das Gästeservice. Wir wollten einer unserer Mitreisenden mit einem Blumenstrauß zum Geburtstag überraschen und wollten vorab beim Gästeservice eine Vase für unseren Tisch im Restaurant organisieren, damit diese schon bereit steht. Von Seiten des Gästeservice gab es kein Interesse diesen Wunsch zu erfüllen, sondern man solle sich an den Maitre wenden, der allerdings erst zum Zeitpunkt der Restaurant-Öffnung für uns erreichbar gewesen wäre. Das wäre jedoch für uns schon zu spät gewesen, da ich genau zu diesem Zeitpunkt die Vase bereits benötigt hätte. Unser Restaurant-Kellner musste dann mit einem Sektkühler aushelfen, da es an Bord offenbar keine Vasen gibt. Wenn das Schiff Routen anfährt, wo es sehr leicht ist Blumen an Land zu erwerben (z. B. in Teneriffa oder Madeira), dann muss man auch in der Lage sein diese in irgendwelchen Behältnissen unterzubringen.

Essen:
Wann ging haben wir im Restaurant gegessen und wir waren mit Ambiente, Speisenauswahl und Qualität zufrieden. Das Essen der Selbstbedienungsrestaurants war zwar auch in Ordnung, doch es wurde von uns nur eher selten genutzt, da uns dieses Autobahn-Raststätten-Flair nicht zugesagt hat. Das Publikum im Restaurant war eher älter, während jüngere Leute und Familien offenbar die Bequemlichkeit und Ungezwungenheit der Selbstbedienung bevorzugt haben. Vor allem jene, die sich an den Pool aufhielten.
Was den Kaffee anlangt so gab es eine große Vielfalt. Leider gab es bei den Frühstücksgetränken keinen Früchtetee, sondern nur schwarzen Tee, grünen Tee oder Kräutertee (und auch den nur im Beutel). Offenen Tee gab es aber am Nachmittag, doch leider auch nur verschiedenen Schwarztee und keinen Früchtetee, Chai oder Robois.
Die Preise für die Getränke fanden wir generell in Ordnung(z. B. etwas mehr als einen Euro für ein kleines Wasser, 5 Euro für einen alkoholischen Cocktail)
Wir hatten als Sonderpaket einen Obstkorb im Zimmer, der täglich aufgefüllt wurde, bestellt. Wir waren mit der Auswahl und Qualität des Obstes sehr zufrieden und es war einfach angenehm einfach nebenbei eine Traube, Kiwi oder einen Apfel essen zu können oder auf einen Ausflug mitnehmen zu können. Es gab zwar an den Selbstbedienungsbuffets auch Obst, allerdings nicht so vielfältig wie in unserem Obstkorb.

Wellness:
Die Serena verfügt über ein geräumiges Fitness-Studio mit sehr modernen Geräten. Es empfiehlt sich dieses in den frühen Morgenstunden zu nutzen, da es vor allem an Seetagen am späteren Vormittag sehr voll werden kann. Inkludiert ist auch jeweils eine Damen- und Herrensauna. Die Damensauna ist relativ klein, aber dafür mit Meerblick. Das Samsara-Spa ist für Nicht-Samsara-Kabinen-Gäste aufpreispflichtig (35 Euro pro Tag oder Komplettpaket, das sich aber meiner Meinung nach nicht auszahlt) und enthält einen Thalasso-Pool, 2 Dampfbäder mit unterschiedlichen Temperaturen und 2 Tepidarien sowie einen Ruheraum und einen Wintergarten. Vor allem an Seetagen war es für mich eine Wohltat mich dort aufzuhalten, da nur wenige Menschen dort sind und man wirklich seine Ruhe haben kann. Ich hatte auch mehrere Behandlungen (Indische Pediküre, balinesische Massage und Fußreflexzonenmassage), die allesamt zwar nicht billig, aber sehr entspannend waren. Die Pediküre kann ich nur wärmstens empfehlen: Man sitzt auf einem Massagestuhl und kann sich einstellen ob und wie man von dem Gerät massiert werden will. Die Ausblick aufs Meer ist sensationell, wie auch von allen Räumlichkeiten im Samsara-Bereich; z. B. kann man im Thalasso über das Glasdach die Wolken beobachten.

Unterhaltung:
Mit Ausnahme der Costa-Mitarbeiter-Show, die sehr peinlich und entbehrlich war und einem Klassik-Konzert, das von Nebengeräuschen übertönt war, haben uns die Abend-Shows immer sehr gut gefallen. Wir haben uns prächtig amüsiert.
Die Animation war unaufdringlich. Im Tagesprogramm war immer ersichtlich wo welche animierten Aktivitäten statt fanden und wer sich dem nicht aussetzen wollte musste ja nicht hingehen.
Das musikalische Angebot war "massentauglich vielfältig", das meine ich aber jetzt nicht negativ. Die Abend-Shows enthielten ältere und modernere Hits, in den Bars wurde von Piano- bis zur Tanzmusik gespielt. In der Disco gab es jeden Tag ein anderes musikalisches Motto.
Die Vorträge zu den Ausflügen waren immer sehr interessant. Das Einzige, das uns störte war die unserer Meinung nach skandalöse Einstellung der Vortragenden zu Kinderarbeit. Beim Vortrag zu Marokko machte sie eine merkwürdige Anmerkung und ich sprach sie darauf an, worauf sie meinte: "Haben Sie nicht als Kind gearbeitet?" Ich war in dem Moment sprachlos und versuchte ihr klar zu mache, dass Kinder in die Schule gehen und spielen sollten und nicht irgendwelche Dinge für Touristen herstellen sollen. Übrigens eine Meinung, die auch unser marokkanischer Reiseleiter teilte, der während unseres Ausflugs sich auch dazu äußerte. Er sagte, dass er uns davon abraten würde in Geschäften zu kaufen, wo Kinder beschäftigt würden, da dies die Kinderarbeit fördern würde.
Nachdem diese geistig rückschrittliche Vortragende mit uns in Savona ausgeschifft hat und ich mich in meinem Gästefragebogen ausführlich dazu geäußert habe wird künftigen Costa Serena-Reisenden dies hoffentlich erspart bleiben.

Ausflüge:
Wir haben in Marokko den Ausflug nach Marakesch, in Lanzarote die Nord-Tour sowie den Nationalpark Timanfaya und die Teneriffa die Teide-Tour gemacht. Wir haben uns vorab über die Destinationen informiert und waren auch bei den von Costa angebotenen Vorträgen, waren daher schon etwas vorinformiert und wussten, was auf uns zukommt. Die Reiseleiter aller Ausflüge waren Einheimische, die sehr kompetent und teilweise auch sehr unterhaltsam über die Destinationen bzw. Sehenswürdigkeiten informiert haben. Wir haben keinen Qualitätsunterschied zu vergleichbaren anderen Busreisen oder Ausflügen über ein Hotel feststellen können.
Die anderen Orte haben wir auf eigene Faust angeschaut, doch da haben wir natürlich nicht so viel erlebt wie auf einem Ausflug.
Unser Fazit: Die Costa-Ausflüge sind zwar nicht die billigsten, waren von der ersten bis zur letzten Minute perfekt organisiert und man kann in kurzer Zeit sehr viel sehen und über Land und Leute erfahren. Wer jedoch spezielle Wünsche hat, an manchen Ausflugszielen länger verbleiben will oder große Menschenmassen meiden will sollte auf eigene Faust losziehen. Doch man sollte sich auch darüber im klaren sein, dass man nicht so viel in so kurzer Zeit sehen bzw. erleben kann.

Mitreisende:
Gemeinsam mit uns waren noch zwei weitere Forenmitglieder und deren Freunde/Familie an Bord und ab dem zweiten Abend haben wir uns immer gemeinsam zum Abendessen im Restaurant getroffen. Wir waren danach in den Abend-Shows bzw. noch was trinken und haben uns darüber ausgetauscht was jeder tagsüber erlebt hat. Alle verstanden sich prächtig und wir hatten gemeinsam riesigen Spaß - eine echte Bereicherung für die Reise! Ich kann mich nicht erinnern jemals in einem Urlaub so viel gelacht zu haben.
Da wir zwei Mal beim Italienisch-Kurs mitgemacht haben waren wir überrascht wie viele Nationalitäten an Bord waren: Abgesehen von Italienern waren Spanier, Portugiesen, Franzosen, Briten, Niederländer, Dänen, Kuweitis, Chinesen, Japaner, Australier, Schweizer und auch ein paar Österreicher ... an Bord. Und natürlich auch Deutsche. Leider gab es unter letzteren einige, die offenbar noch nie etwas von guten Manieren gehört haben und über deren Rücksichtslosigkeit ich mich mehrfach ärgern musste. Das erstaunliche war, dass es sich dabei nahezu ausschließlich um welche der älteren Generation handelte, von denen man eigentlich Vorbildwirkung erwarten könnte. Aber es schien so als ob sich alle deutschen Prolo-Rentner auf dem Schiff ein Stelldichein gaben und es auf mich abgesehen hatten. Einige Beispiele: Leute, die sich vordrängen, nur um im Bus in der ersten Reihe zu sitzen. Leute, die den ganzen Bus eine Viertelstunde warten lassen um in Seelenruhe ihre Videoaufnehmen zu machen. Leute, die wilde Pflanzen im Naturschutzgebiet pflücken müssen (die dann, bis sie zu Hause sind garantiert kaputt sind). Leute, die die Kultur der Einheimischen missachten und Fotos von Leuten machen ohne sie zu fragen und sich dann wundern, wenn sich diese darüber aufregen. Leute, die mit den Schuhen auf Parkbänke steigen um Fotos zu machen auf denen Einheimische sitzen. Leute, die ihre Liegen mit Handtüchern oder Decken belegen und diese dann nicht wegräumen. Leute, die schon eine halbe Stunde vor Beginn der Show im Theater Plätze reservieren, etc.
Ich hätte mir etwas mehr internationalen Gäste gewünscht, die sich im Gegensatz zu den deutschen Prolo-Rentnern zu benehmen wussten.

Umweltfreundlichkeit:
Costa brüstet sich ja damit besonders umweltfreundlich zu sein. Dies beschränkt sich jedoch leider nur auf Müll (Trennung und Entsorgung) dezenter Hinweise zum Wasser sparen. Von Energie sparen und Klimaschutz hat bei Costa anscheinend noch niemand etwas gehört. Es gibt keinen Shuttle-Service oder ein Angebot für die klimafreundliche Anreise per Bahn. Auch wenn man die Handtücher nicht auf den Boden legt werden sie täglich ausgetauscht. Sobald jemand in der Innenkabine war (Steward, Obst-Service) war das Licht an (unnötiger Stromverbrauch). Man könnte etwa mit Bewegungsmeldern oder durch das Betätigen der Costa-Card automatisch das Licht löschen bzw. einschalten lassen, das Geld und Energie sparen würde. Gleiches gilt für das Licht in den Gängen oder anderen Räumlichkeiten, wo ständig das Licht brannte.
Auch ist die Auswahl an klimaschonenden pflanzlichen Gerichten im Verhältnis zu Fleisch- oder Fischgerichten eher gering. Es werden Gerichte von Fischarten angeboten, die stark überfischt oder bedroht (z. B. Shrimps, Tunfisch und Lachs) sind. Hier ist für Costa noch eine Menge zu tun.

Weiterempfehlungstendenz:
Ich finde das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut und die erfreulichen Erlebnisse haben die unerfreulichen um ein Vielfaches übertroffen. Daher würde ich Route, Schiff und Reise jederzeit weiterempfehlen. Um Enttäuschungen zu vermeiden ist es meiner Meinung nach sehr wichtig sich im Vorfeld detailliert zu informieren und mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen abzugleichen und sich darüber bewusst zu sein, dass es ein sehr großes Schiff mit ziemlich vielen Passagieren an Bord ist und auch die Costa-Mitarbeiter/innen auch nur Menschen sind. Den Menschenmassen könnte man beispielsweise in der Bibliothek, in der eigenen Kabine bzw. im Spa wunderbar entfliehen.

Schöne Grüße

Wyngyld
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Free Cruise Tickers
2008 - Costa Serena Kanaren/Madeira, QE2 - Spanien, Frankreich, Guernsey
  #2 (permalink)  
Old 02-13-2008, 01:39 AM
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Hallo Wyngyld,
vielen Dank für Deinen tollen Bericht. So haben wir es auch auf der Concordia erlebt. Wenn man ein so großes Schiff bucht, muß man sich nicht über die vielen Menschen beklagen. Wir haben aber auch immer ruhige Ecken gefunden. Ich mag so große Schiffe, weil sie unheimlich viele Möglichkeiten bieten. Außerdem bin ich, so wie Du, immer total begeistert über die Organisation, mit der diese Menschenmassen "gesteuert" werden. ( Auch wenn mal was nicht total reibungslos läuft)
Im März gehen wir auf die Magica und reisen diesmal auch mit dem Zug an. Bin mal gespannt wie das wird. Wie weit ist es vom Bahnhof bis zum Hafen, kann man das auch zu Fuß schaffen ?
Liebe Grüße Britt
  #3 (permalink)  
Old 02-13-2008, 06:05 AM
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Hallo Britt!

Es gibt einerseits die Möglichkeit mit dem Taxi vom Bahnhof zum Hafen zu fahren und andererseits auch zu Fuß zu gehen. Der Fußweg ohne Gepäck dauert rund 15 - 20 Minuten.

Wir sind am Einschiffungstag schon um 5:30 mit dem Nachtzug aus Venedig angekommen und dachten, dass wir unser Gepäck bei der Gepäckaufbewahrung aufgeben und uns ein wenig Savona anschauen.
Die Realität war aber eine ganz andere. Der Bahnhof von Savona ist ziemlich heruntergekommen, wobei bei unserer Ankunft bereits so ein kleiner Laden geöffnet war, wo man sich einen Café und Snacks kaufen konnte - immerhin ;-)
Die Gepäckaufbewahrung öffnet erst um 7.00 Uhr und ist aufgrund des Umbaus in einer Räumlichkeit untergebracht, die wie eine Gerümpelkammer aussieht und am Bahnsteig 1 liegt. Sie ist nicht permanent besetzt, sondern es befindet sich dort eine Glocke, bei der man läuten muss. Ich habe mal kurz geläutet - gekommen ist keiner. Aufgrund der Rumpelkammer-Optik war mein Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Gepäckaufbewahrung nicht sehr hoch und wir haben es daher vorgezogen dort kein Gepäck aufzubewahren.

Es gibt so eine größer Halle, wo auch die Ticket-Schalter sind und ein Zeitschriften- und Tabak-Laden. Dort haben wir gewartet bis es hell ist und da es relativ kalt war bin ich beim Bahnhof raus und spazieren gegangen.

Bei diesem Spaziergang bin ich dann zufällig auf die Costa Serena gestoßen und da der Weg vom Bahnhof bergab geht sind wir mit unseren Koffern zu Fuß zum Hafen gegangen.

Da ein Großteil des Weges durch die Altstadt von Savona führt, wo man durch nette Arkadengänge durchspaziert (und sich z. B. einen Café kaufen kann). Ab einem bestimmten Zeitpunkt sieht man ja schon das Schiff im Hafen stehen. Das fand ich ausgesprochen schön, auch wenn es etwas mühsam war (siehe unten). Ich fand es ausgesprochen toll das Schiff schon von der Weite zu sehen und sich ihm langsam zu Fuß zu nähern. Ich nehme an, dass 99% der anderen Passagiere mit dem Bus, dem Auto oder dem Taxi gekommen sind. Wenn man da ankommt, da steht ja das Palacrociere-Gebäude und erst dahinter das Schiff. Man wird ja mehr oder minder "hineingetrieben" und hat meist gar nicht so die Gelegenheit sich das Schiff von außen in Ruhe anzuschauen.

Zurück sind wir aber mit dem Taxi gefahren, das wir uns mit Mitreisenden geteilt haben.

Hier eine Wegbeschreibung:
Den Bahnhof dort verlassen, wo die Taxis stehen. Es geht dort leicht bergab und man überquert eine Straße. Es geht eine Weile an einer befahrenen Straße entlang, wo man auch über eine Brücke geht. Auf der rechten Seite kommt dann ein sehr großer Parkplatz. Am Besten ist wenn man diesen überquert und zwar bis auf der linken Seite so ein kleiner Park zu sehen ist und eine Straße in die Altstadt bergab führt. Dort beginnen schon die Arkadengänge. Dort läuft man immer gerade aus, bis man unten angekommen ist und - voila - da steht schon das Schiff.

Man überquert dann eine befahrene Straße und eine Fußgängerbrücke (Achtung: Diese wird nach oben geklappt wenn aus der angrenzenden Marina ein Schiff aus- und einfahren will). Man läuft dann dem Schiff entlang bis zum Eingang vom Palacrociere.

Während des Weges gibt es ausreichend Zeit das Schiff von allen Seiten zu betrachten, zu filmen und zu fotografieren. Wenn man noch ein Stück weiter geht ist schon beim Eingang des Palacrociere. Dort wurden wir, wie oben erwähnt, bereits angesprochen und konnten unser Gepäck gleich abgeben. Ich denke, dass wir so gegen 10.00 Uhr / 10.30 Uhr dort waren und wir konnten gleich mit der ersten Gruppe um 12.00 Uhr an Bord.

Übrigens ist der Boden ab den Arkadengängen sehr glatt, was den Transport von Koffern mit Rollen sehr einfach macht. Der Boden auf der Strecke davor ist manchmal ein bisserl holprig, aber es gibt keine Schotterwege oder dergleichen.

Noch was zu unserem Gepäck:
Wir hatten jeweils einen riesigen Koffer und einen kleinen handlichen Rolli. Sie waren alle von meinen Eltern geliehen, die diese irgendwo günstig gekauft haben. Man hat gleich gemerkt, dass die Koffer nicht sehr stabil sind und nicht so optimal für den Transport zu Fuß geeignet sind, weil man sie nur mit so einer Art Gurt hinterherziehen konnte. Einer davon ist während des Weges gerissen und wir haben uns dann mit einem Gürtel beholfen. Unsere Lehre daraus: Besser in qualitativ hochwertige Koffer investieren, die auch einen Fußmarsch "verkraften". Wie wir mittlerweile festgestellt haben gibt es größere Koffer, wo man ein Gestell ausklappen kann, und dann lassen sich diese bequem wie ein Rolli auf zwei Rädern transportieren. Vielleicht schaffe ich mir solche noch bis zur nächsten Reise an ;-)

Liebe Grüße

Wyngyld
__________________


Free Cruise Tickers
2008 - Costa Serena Kanaren/Madeira, QE2 - Spanien, Frankreich, Guernsey
  #4 (permalink)  
Old 02-13-2008, 11:26 PM
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Posts: 82
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Hallo Wyngyld !
Vielen Dank für Deine so ausführliche Antwort . Das Problem mit schlechten Koffern hatten wir auch schon - ein bischen mehr Geld zu investieren lohnt sich hier wirklich. Vor allem wenn der Kreuzfahrtvirus gnadenlos zugeschlagen hat und man weiß, dass man sowieso bald wieder fahren "muss" !
Vor 2 Jahren sind wir schon mal ab Savona gefahren, aber damals mit dem Auto. Dieses mal kommen wir mit dem Nachtzug nach Mailand und von dort aus mit dem Zug nach Savona. Ankommen werden wir dort um 11 Uhr, müssen uns also zum Glück keine Sorgen um die Gepäckaufbewahrung machen, denn so wie Du es beschrieben hast, würde ich dort auch nichts abstellen. Damals sind wir auch noch ein bischen durch Savona gelaufen und am Ende des Arkadenweges war ein großer Markt (wahrscheinlich war das auf dem großen Parkplatz). So weit ist das dann wirklich nicht und ich denke, wenn das Wetter mitspielt, werden wir nach der langen Zugfahrt froh sein, uns ein bischen die Beine vertreten zu können.
Es ist bestimmt auch wunderschön, von da oben runterzulaufen und das Schiff zu sehen. (Wird meine Kids bestimmt motivieren, ihren Koffer ohne zu meckern hinter sich herzuziehen )
Ich hoffe, ich schaffe den Monat noch zu überstehen, ohne vor Vorfreude zu platzen !
Liebe Grüße Britt
  #5 (permalink)  
Old 02-28-2008, 01:29 PM
Junior Member
 
Join Date: Aug 2006
Posts: 25
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Hallo,
wollte mich auch kurz zurückmelden, bin nun schon eine Woche wieder zuhause. Bericht ist in Arbeit.

War eine wunderschöne Reise, Funchal und Malaga waren leider verregnet, dafür Barcelona und Casablanca und Lanzarote umso sonniger. Das Schiff gefällt mir sehr gut, Ziele und Route waren super und von netten Mitreisenden bis Dauernörglern war alles vertreten...

Grüße
thommyn
__________________
AIDAblu - Kanaren - Februar 2005
Costa Concordia - WMM - August 2006
Costa Europa - ÖMM - Februar 2007
Costa Serena - WMM/Kanaren - ab 9. Februar 2008
 
 

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abgeben, aufdringlich, bericht, costa, cruise, jnnerdas, koffer, review, samsara, savonnafunchal, serena, spa, wetter

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